Maitenbeth – Beim Tanzen in Tiefenstätt haben sie sich vor 60 Jahren kennengelernt. Jetzt feierten Anna und Ludwig Sigl ihre Diamanthochzeit.
Auf 60 gemeinsame, nicht immer leichte, arbeitsame, aber erfüllte Ehejahre konnten Anna und Ludwig Sigl aus Maitenbeth (Marsmeier) zurückblicken, als sie jetzt bei bester Gesundheit und geistiger Frische ihre „Diamanthochzeit“ feierten.
Anna Sigl ist eine geborene Huber, 82 Jahre alt und in Anfelden (Gemeinde Reichertsheim) auf die Welt gekommen, wo sie mit drei Schwestern und einem Bruder auch aufgewachsen ist. Zur Schule gegangen ist sie in Lengmoos, anschließend hat sie die hauswirtschaftliche Berufsschule in Wasserburg besucht.
Ludwig Sigl ist 85 Jahre alt, auf dem elterlichen Überreiter-Anwesen in Marsmeier geboren und dort mit einem Bruder und einer Schwester aufgewachsen und in Maitenbeth zur Schule gegangen. Neben seiner Landwirtschaft war er neun Jahre beim Sägewerk Gruber und 26 Jahre lang bei den Kraftwerken in Haag beschäftigt.
1999 ging er in den Ruhestand, 2003 wurde das Anwesen an den ältesten Sohn übergeben und 2007 die Landwirtschaft dann endgültig aufgegeben.
Kennengelernt hat sich das Paar 1958 beim Tanzen in Tiefenstätt. „Do hob i ihra dann so schee doa kena, dass sie mitm Radl mitgfahrn is“, denkt Ludwig Sigl noch gerne zurück. Im Oktober 1961 wurde dann in Birkenstein geheiratet, die standesamtliche Trauung hat der damalige Bürgermeister Steinweber vollzogen. Zwei Töchter und zwei Söhne kamen zur Welt. Zehn Enkel, mittlerweile alle erwachsen, folgten, kürzlich ist auch der erste Urenkel auf die Welt gekommen.
„Wir haben uns unsere Arbeit immer sauber aufgeteilt. Für die Garten- und Hausarbeit war meine Anna zuständig, den Rest habe ich übernommen und das hat immer bestens funktioniert“, erzählt Ludwig Sigl. „Unser Haus haben wir nach und nach erweitert und umgebaut. Waren es anfangs noch sechs Kühe, haben wir zum Schluss insgesamt 28 Stück Vieh im Stall stehen gehabt“, erzählen beide sichtlich stolz.
Die große Leidenschaft von Ludwig Sigl war immer das Holzarbeiten im Wald. Nach zwei schweren Unfällen, von denen er sich aber wieder bestens erholt hat, haben ihm seine Kinder aber das Arbeiten im Wald verboten.
Ausgiebig gefeiert wurde das Ehejubiläum mit Familie und nächster Verwandtschaft in der Stauden Alm.