Christkindlmarkt: Der Aufbau startet

von Redaktion

30 Hütten für die Wasserburger Altstadt – Pandemie sorgt für Unsicherheiten

Wolfgang Helmdach vom WFV wirkt entspannt, doch die Pandemieentwicklung bereitet ihm Sorge.

Wasserburg Ein sonniger Tag im November, gerade sind die Uhren von Sommer- auf Winterzeit umgestellt worden – und doch liegt schon ein bisschen Weihnachtsstimmung in der Luft, hier in der Wasserburger Altstadt. Das kann natürlich nur eines bedeuten: Der Christkindlmarkt steht vor der Tür. Bereits in drei Wochen ist Eröffnung – eine Woche früher als normalerweise, bereits am Sonntag, 21. November.

Und es gibt viel zu tun, wie Wolfgang Helmdach vom veranstaltenden Wirtschafts-Förderungs-Verband (WFV) der Wasserburger Zeitung bei einem Rundgang berichtet. Er kümmert sich um alles, was anfällt: Organisation und Planung des Hüttenaufbaus, Wasser- und Stromversorgung, Sanitäreinrichtungen – alles in enger Zusammenarbeit mit der Stadt. Gerade hat die Aufstellung der Buden begonnen. Über 30 Fieranten sind heuer vertreten. „Ich hatte dieses Jahr sehr viele Anfragen und musste sogar Aussteller abweisen“, erzählt Helmdach.

3G, 2G? WFV muss für alles gewappnet sein

Doch das ist nicht das größte Problem, denn die hohen Inzidenzwerte beschäftigen den Organisator. Bislang gelten die üblichen Abstands- und Hygienemaßnahmen, ohne Einlasskontrollen. Doch wenn die Corona-Infektionszahlen weiter steigen sollten, müssen die Besucher eventuell mit Verschärfungen rechnen.

3G, 2G – selbst Helmdach weiß bis jetzt nicht, welche Maßnahmen bis zur Eröffnung greifen. „Wir haben wenig bis gar keine Planungssicherheit. Trotzdem müssen wir für alles gewappnet sein und uns vorbereiten“, erzählt er. Sollte die 3G-Regel eintreten, könne er aber mit seinem Team schnell reagieren. Dann müssten die Gastro-Bereiche, die in der Hofstatt und in der Frauengasse geplant sind, separiert werden und wären nur für Geimpfte, Genesene und Getestete zugänglich, mit Kontrolle an den Einlasspunkten. Ein großer zusätzlicher Aufwand, nicht nur für die Betreiber, sondern auch für die Besucher.

Nichtsdestotrotz ist Helmdach froh darüber, dass der Christkindlmarkt stattfinden darf und freut sich auf die Adventszeit. „Das ist wichtig für unsere Wirtschaft, aber auch für die Aussteller und Einzelhändler“, sagt er.

Verzichtet werden muss heuer trotzdem auf ein großes Rahmenprogramm, auch das Basarzelt in der Hofstatt und die beliebte Eislaufbahn fallen weg.

Dennoch werden über 30 Aussteller in der Altstadt verteilt. Sie hoffen auf zahlreiche Besucher – so wie Sonja und Roberto Mondelli, die seit 15 Jahren Maroni auf dem Weihnachtsmarkt in Wasserburg verkaufen. „Wir haben die Corona-Zeit glimpflich überstanden, da wir ja unseren Gemüsestand in der Hofstatt betreiben, aber wir freuen uns natürlich genauso auf den Christkindlmarkt“, so Sonja Mondelli.

Auch Maria Schöne und Irene Kristen-Deliano aus Wasserburg erwarten mit Vorfreude die bevorstehende Adventszeit. „Weihnachtsbeleuchtung – schön und gut. Aber was ist die Weihnachtszeit ohne Glühwein und Bratwurst? Wir freuen uns sehr auf den Christkindlmarkt“, erzählt Deliano. Trotzdem fände sie die 3G-Regelung in Ordnung, sollte sie denn eintreten. „Das wäre für mich kein Problem.“

Auch Maria Schöne sieht es ähnlich. „Bei den steigenden Zahlen muss irgendwo die Reißleine gezogen werden“, findet sie.

Die offizielle Einweihung des Christkindlmarktes ist erst am Freitag, 26. November, wie immer mit dem Weihnachtsengerl und Bürgermeister Michael Kölbl auf dem Rathausbalkon, der Stadtkapelle und den Böllerschützen. Mit dabei sind die Turmbläser, die auch an den Adventssonntagen auftreten, so der WFV.

Darum ist der Start eine Woche früher als üblich

Da der Wasserburger Kathreinsmarkt dieses Jahr ausfällt, startet der Christkindlmarkt eine Woche früher. Damit haben die Einzelhändler und Besucher die Gelegenheit, den verkaufsoffenen Sonntag dennoch zu nutzen.

Geöffnet ist am 21. November von 11.30 bis 18 Uhr.

Artikel 11 von 11