Bürgermeister Rudolf Schreyer leitete die Bürgerversammlung in Albaching.
Albaching – Gut vorbereitet, bürgernah und für Rückfragen der Bürgerinnen und Bürger gerüstet, führte der Albachinger Bürgermeister Rudolf Schreyer (GWA) durch die Bürgerversammlung.
Dabei galt es zahlreiche Themen anzusprechen, die zeitnah oder zumindest in den nächsten Monaten für die Einwohner von Bedeutung sein könnten. Schreyer war es durchaus wichtig, sich auf die Belange der Bürger zu konzentrieren. Nachfragen untermauerte er mit erweiterten Informationen in souveränem Umfang.
Die Gemeinde misst eine Fläche von insgesamt 1815 Hektar. Als landwirtschaftliche Fläche existieren 1317 Hektar. Waldfläche sind 330 Hektar dargelegt. Beim Thema Wald wurde es in der Bürgerdiskussion noch etwas lauter. Hier sehen einige Bürger Klärungsbedarf und haben bei einem Vorhaben deutliche Einwände dargebracht. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt. Mit einer Verkehrsfläche von 50 Hektar und gesamt 92 Hektar bebauter Fläche sieht sich Albaching gut gemischt.
Seit 13 Jahren
keine Schulden
Besonders stolz und glücklich sei man über die Tatsache, dass es seit 13 Jahren keine Schulden gebe. Hier hätten schon die vorherigen Verantwortlichen sehr solide gewirtschaftet. Am 1. Januar 2021 war ein Rücklagenstand in Höhe von 4,5 Millionen Euro zu verzeichnen, legte Rudolf Schreyer dar.
Das Haushaltsvolumen der Kommune zeigt, dass Albaching einen regen Betrieb generiert. Der Verwaltungshaushalt nach Plan hat sich zwischen den Jahren 2020 und 2021 um ein Minus von 0,72 Prozent reduziert. Waren es 2020 noch rund drei Millionen Euro so stand im Plan 2021 mit Einnahmen und Ausgaben ein Gesamtwert in Höhe von 3, 14 Millionen Euro. Dem Vermögenshaushaltsplan 2020 mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 5,3 Millionen Euro steht der Plan 2021 entgegen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Minus von 22,47 Prozent gegenüber 2020. Der Haushalt 2021 sei vom Gemeinderat in der Sitzung am 23. Februar 2021 einstimmig beschlossen worden, erläutert Schreyer den Anwesenden.
Mit großen Dankesworten an alle Helferinnen und Helfer startete ein Rückblick auf die vergangenen Monate. Unter die Ehrenamtlichen reiten sich auch die Mitglieder der FFW Albaching sowie umliegender Feuerwehren, die tatkräftig unterstützten. Es sei schön, zu merken, wie engagiert hier zusammengearbeitet und geholfen werde, so Schreyer. Er blickte zurück auf einen besonders einschneidenden Tag: Die Unwetterkatastrophe am 22. Juni dieses Jahres hatte Schäden verursacht. Hier galt es in geballter Zusammenarbeit die Schäden zu beseitigen, Straßen kurzfristig einer Sanierung zuzuführen – aber auch die Straßenreinigung und die dafür bereitgestellten Container für die Grüngutentsorgung durch das Landratsamt Rosenheim zu nutzen. „Außerdem war der Regenwasserkanal nach dem Unwetter zu reinigen“, betonte Rudolf Schreyer in seinen Ausführungen.
Neben aktuellen Fakten zum Gemeindeleben in Albaching kamen auch die für 2022 geplanten und oftmals schon angestoßenen Maßnahmen zur Sprache. Nicht alle wurden von den anwesenden Zuhörern mit Wohlwollen beäugt, einige Nachfragen kamen auf. Der aktuelle Verlauf des Baus der Bioheizanlage mit Nahwärmenetz interessierte die Albachinger sehr.
Interesse am Bau
der Bioheizanlage
Aktuell in der Umsetzung seien weitere zahlreiche Maßnahmen, darunter der Verbindungsweg zwischen Kreisverkehr Stetten und Wirtschaftsweg, der Kreisverkehr zwischen Albaching und Stetten, eine Überarbeitung des Winterdienstplans mit zusätzlichem Salzsilo direkt am Wertstoffhof sowie der Ausbau der neuen Verwaltungsräume in der Hohenlindener Straße, so der Bürgermeister. Hier werden nach dem Kauf des Gebäudes die Räume für die Verwaltung umgebaut. „Da wird in den nächsten Wochen schon richtig viel passieren“, ist sich Schreyer sicher. In das Gebäude integriert werde ein Bürgermeisterzimmer, zudem ein offenes Verwaltungszimmer mit mehreren Arbeitsplätzen, das sogar eine Bedarfserweiterung des Teams zulasse. Besonders hell und bürgerfreundlich wolle man die Zimmer gestalten, zeigt sich Schreyer erfreut. „Es wird mit viel Glas gearbeitet, dadurch sind die Ausmaße des Umbaus nicht besonders stark“. Schreyer informierte die Anwesenden, dass der Bankautomat auf längere Sicht hin in dem Gebäude erhalten bleibe, die Sparkasse sei hier als Mieter gesetzt.
Anmerkung der Redaktion: Weitere Berichte über die Ortsdurchfahrt Albaching, die Unterschriftenaktion etlicher Bürger zum „Nein zur Waldrodung für den Bau einer Kühlhalle im Gewerbegebiet Oberdieberg“, die Entwicklung der Kitaplätze und den geplanten Neubau des Hochbehälters der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffing folgen in Kürze.