Für Schüler wieder viele Fragen offen

von Redaktion

Drei Tage vor dem Schulstart wird Präsenzunterricht geplant – Warten auf genaue Regeln

Mühldorf – Wie immer ist die Situation der Schülerinnen und Schüler im Landkreis wenige Tage vor dem Schulstart am Montag noch nicht genau geklärt. Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz oder überraschende Entwicklungen führen dazu, dass weiter Unsicherheit besteht. Schulamtsdirektorin Gabriele Rottmüller ist aber zuversichtlich: „Der Bayerische Kultusminister Michael Piazolo hat am Mittwoch mitgeteilt, dass er mit einem Schulstart in Präsenz rechnet. Wir hoffen darauf und würden uns sehr freuen.“

Ämter warten
auf Anweisungen

Piazolo hatte am Mittwoch geschrieben: „Am kommenden Montag starten die Schulen in Bayern mit nochmals erweitertem Sicherheitskonzept und im Präsenzunterricht ins Jahr 2022.“ Piazolo verweist auf die Empfehlung der Kultus- und Gesundheitsminister, dass Eltern ihre Kinder vor dem ersten Schultag freiwillig testen lassen sollen. Wegen der Omikron-Variante kündigte er an, dass Schüler grundsätzlich einen negativen Test vorweisen müssten, um am Unterricht teilnehmen zu können, unabhängig vom Impfstatus.

Mehr steht zu den genauen Regularien des Schulbeginns drei Tage vor dem Schulstart noch nicht fest. Bekannt ist, nach Angaben Rottmüllers, dass die Details vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium neu bewertet werden. „Wann diese Aktualisierung an die Schulämter übermittelt wird, ist offen“, sagt Rottmüller in ihrer Antwort auf die Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Glimpflich durch
den Corona-Herbst

Den Corona-Herbst haben die Schulen im Landkreis nach ihren Angaben gut überstanden. „Die vierte Welle ist im Schulamtsbezirk Mühldorf vergleichsweise moderat verlaufen“, sagt Rottmüller. „Es gab zwar immer wieder Fälle, in denen sich Schüler mit dem Virus infiziert hatten und vereinzelt ganze Klassen an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis in Quarantäne geschickt werden mussten. Eine komplette Schulschließung war aber glücklicherweise auch in dieser Phase nicht nötig.“ Wie die Situation an den weiterführenden Schulen wie Gymnasien oder Realschulen aussah, war wegen der Ferien bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren.

Laut Schulamt haben sich seit Schuljahresbeginn knapp über 700 Schüler mit dem Virus infiziert, aktuell sind es 69 Kinder und Jugendliche. 60 Schulklassen mussten wegen mehreren Fällen pro Klasse in Quarantäne. Zahlen für die Gymnasien und Realschulen gibt es auch in diesem Bereich aktuell nicht.

Bislang 69 Omikron-Fälle in diesem Jahr

Seit dem Feiertag meldet das Landratsamt 38 neue bestätigte Corona-Fälle. Der Inzidenzwert liegt damit laut Robert-Koch-Institut bei 258. Von den 301 neuen Fällen in diesem Jahr sind 69 Infektionen mit der Omikron-Variante. 34 Corona-Patienten liegen in den Krankenhäusern, zehn von ihnen auf der Intensivstation, sieben werden beatmet.

Der Hospitalisierungsindex liegt im Landkreis Mühldorf bei niedrigen 2,6 Prozent, im Landkreis Altötting hat er mit 9,8 weiterhin den Grenzwert überschritten. Der Unterschied liegt darin begründet, dass es im Landkreis Altötting zwei Kliniken gibt und dort 23 der insgesamt 34 Patienten untergebracht sind.

Artikel 3 von 11