Rott – In der jüngsten Sitzung stellten Bürgermeister Daniel Wendrock (parteifrei) und Kämmerer Helmut Helfer den Haushalt für das Jahr 2022 vor. Wie das Gemeindeoberhaupt betonte, sei es „ein ehrlicher Haushalt“. Nach wie vor ist die Haushaltslage angespannt und lässt keine weiteren Ausgaben zu. Der 20,2-Millionen-Euro-Gesamthaushalt wurde bereits im Finanzausschuss vorbesprochen und mit der Gemeindeaufsicht im Landratsamt abgestimmt.
6,2 Millionen: Letzte
Kreditaufnahme
für den Schulneubau
In 2022 werden weitere 6,2 Millionen Euro aufgenommen. Diese Kreditaufnahme sei rein für den Neubau der Schule bestimmt. Wendrock verspricht, dass dies die letzte Kreditaufnahme sein wird. Ab 2023 können die gemeindeeigenen Grundstücke im Baugebiet Meiling-Süd und Gewerbegebiet Eckfeld veräußert werden.
In 2022 wird die Pro-Kopf-Verschuldung auf rund 4900 Euro steigen. Das ist mehr als das Sechsfache des bayernweiten Durchschnitts von 800 Euro. Ohne das Projekt des Schulneubaus wäre die Pro-Kopf-Verschuldung in Rott bei 1600 Euro.
Wendrock erinnerte daran, dass die Kosten für die Schule über eine Zeit von 30 Jahren über die Miete des Schulverbandes wieder hereinkämen.
Was heuer noch auf den Gemeindehaushalt zukommt, ist die Sanierung des Bauhofdaches. Es ist undicht. Da werden Ausgaben von 100000 Euro dieses Jahr und 50000 Euro nächstes Jahr erwartet. Die Erweiterung des Kioskes am Rotter Ausee mit rund 150000 Euro würde Wendrock gern auf 2023 schieben. Hier wandte Gemeinderat Max Zangerl (BfR) ein, ein deutlich attraktiverer Kiosk bringt mehr Einnahmen. Am Ende stimmte der Gemeinderat einstimmig dem Haushalt für 2022 zu. Bei der Finanzplanung bis 2025 ist der größte Posten der Neubau der Schule einschließlich eines Horts für die Kinderbetreuung der größte Posten.
Für das Jahr 2022 sind Ausgaben von neun Millionen Euro vorgesehen, die Gesamtausgaben liegen bei rund 18,4 Millionen Euro. Der Zuschuss des Freistaates beträgt 8,63 Millionen Euro, rund 9,8 Millionen sind von der Gemeinde zu tragen. Diese Kosten werden abzüglich der Baukosten für den Hort von rund 1,1 Millionen Euro über die Miete auf den Mittelschulverband umgelegt.
Ab dem Finanzplanungsjahr 2024 ist die Erweiterung/Neubau der Kläranlage vorgesehen. Hierfür sollen Vorauszahlungen erhoben werden, bei derzeit geschätzten Gesamtkosten von etwa 6,3 Millionen Euro und einem Verbesserungsbeitragssatz von 50 Prozent mit Einnahmen von rund drei Millionen Euro.
Der Finanzplan bis zum Jahr 2025 wurde einstimmig vom Gemeinderat befürwortet.