Traunstein – Der Bebauungsplan für den „Campus Chiemgau“ ist aufgestellt. Das Votum im Stadtrat fiel am 27. Januar einstimmig. „Man kann uns allen dazu beglückwünschen“, fasste es CSU-Fraktionssprecher Konrad Baur zusammen. Federführend beim Projekt ist der Landkreis Traunstein.
Die Handwerkskammer, die Technische Hochschule Rosenheim und die Industrie- und Handelskammer werden sich mit Bildungseinrichtungen rund um den Campus ansiedeln. Auch eine Tiefgarage und Studenten- und Schülerwohnheime werden errichtet. Die Güterhallenstraße wird hin zu den Bahngleisen verlegt, um eine große Campus-Fläche schaffen zu können.
An der neuen Kreuzung von Güterhallen- und Gabelsbergerstraße wird das Zentralgebäude mit sechs Vollgeschossen entstehen. Es wird bis zu 25 Meter hoch und öffentlich zugänglich. Die Mensa, die städtische Bücherei, ein Auditorium, Büros und eine „Skybar“ sollen dort eine Heimat finden. Südlich davon erhält die Handwerkskammer das flächenmäßig größte Gebäude. In der Höhe wird es dem Zentralgebäude gleichen. Die Handwerkskammer wird dort Seminarräume, Werkstätten und Büros einrichten. Nördlich des Zentralgebäudes, dort wo jetzt noch die Güterhalle steht, wird eine acht Meter hohe Technikzentrale mit Fahrradparkdeck gebaut. Auch Ladestationen für Elektroautos und -fahrräder sind geplant. Die Güterhalle wird im Frühjahr abgerissen.
Hin zur Gabelsbergerstraße, westlich des Zentralgebäudes, wird das Lerngebäude der Technischen Hochschule und der IHK-Akademie entstehen. Für die Seminarräume, Techniklabore, Büros und ein Café sind vier Vollgeschosse und eine Höhe von 17 Metern vorgesehen. Ganz im Südwesten des 23000 Quadratmeter großen Areals werden zwei Wohngebäude errichtet, für Studenten, Berufsschüler, Praktikanten, Dozenten und Campus-Mitarbeiter. Unter dem Campus-Gelände entsteht eine Tiefgarage mit Zufahrten von Süden (Güterhallenstraße) und Norden (Gabelsbergerstraße).
Laut Traunsteins Bauamtsleiter Bernhard Glaßl könnte beim Technikgebäude eine neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Bahngleise gebaut werden, die eine direkte Verbindung zwischen Campus und Bahnhofsvorplatz schaffen würde. Das Gelände wird nun für die Bauarbeiten vorbereitet. Auch das ehemalige Getreidelager, in dem die Clubs „Metro“ und „Salon Erika“ untergebracht waren, soll abgerissen werden. xe