Turnhalle in Eiselfing steht als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung

von Redaktion

150 ukrainische Gäste hätten Platz – Bürgermeister würdigt Solidarität von Helfern und Vereinen

Eiselfing – Die Gemeindeturnhalle Eiselfing ist ab sofort als weitere Notunterkunft des Landkreises Rosenheim für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine registriert. Nach gemeinsamer Abstimmung haben sich die Gemeinde, die Schule sowie der Sportverein dazu entschlossen, den Kreisverantwortlichen ein entsprechendes Angebot zu machen.

Ob und wann eine Belegung mit bis zu rund 150 Personen erforderlich sein könnte, hängt tagesaktuell von der Anzahl der ukrainischen Flüchtlinge – überwiegend Frauen und Kinder – ab, die dem Landkreis über die Regierung von Oberbayern weiter zugewiesen werden, so die Gemeinde in einer Pressemitteilung. Im Bedarfsfall würde der Kreisbauhof mit mehreren Tagen zeitlichem Vorlauf mit dem Auslegen von Bodenschutzplatten, der Errichtung der Schlafkabinen, eines Aufenthalts- und eines Spielbereichs, einer Zone zur Essensausgabe sowie eines Duschcontainers im Außengelände beginnen. Die Halle würde in einem 24- Stunden-Dienst durch einen Sicherheitsdienst betreut. Ein durchgehend anwesender Hallenbeauftragter wäre Tag und Nacht für die Flüchtlinge fester Ansprechpartner.

Mehrere von außen zugängliche Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten würden nicht Teil der Notunterkunft und stünden der Schule und dem Sportverein weiter dauerhaft frei zur Verfügung. Somit wären etwa auch die Sport-Abschlussprüfungen der Mittelschule nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus bemüht sich der TSV Eiselfing bereits im Vorfeld mit der Gemeinde um geeignete Ausweichmöglichkeiten in benachbarte Orte.

„Ich darf mich auf diesem Wege bei allen ganz herzlich bedanken, die in diesen Krisenzeiten Menschlichkeit beweisen und bewusst mittragen, auch wenn damit persönliche Einschnitte verbunden sind“, betont Bürgermeister Georg Reinthaler. Dieses solidarische Angebot der Eiselfinger sei neben der Hilfe für die Geflüchteten auch ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Menschen und Kommunen in unserer Heimatregion. re

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