Wasserburg – „Christsein zwischen Ohnmacht und Verantwortung“: Unter diesem Titel stand die Dekanatsratsvollversammlung des Dekanates Wasserburg. Nach dem Gottesdienst in St. Konrad, zelebriert von Dekan Klaus Vogl, fanden sich die Mitglieder des Dekanatsrates im Pfarrsaal St. Konrad im Burgerfeld ein. Als Einstimmung in das Thema hatte Dekan Vogl im Messbuch einen Text zur Sendung der Laien gewählt.
Nach der Begrüßung durch Dekanatsratsvorsitzende Rosmarie Stübl erfolgte der Einstieg in das Thema. Als Getaufte und Gefirmte habe jeder Verantwortung, denn der Auftrag Jesu heiße: „Geht hinaus in alle Welt und macht alle zu meinen Jüngern!“ Angesichts dieser Sendung empfänden in der aktuellen Kirchenkrise Gläubige Ohnmacht und Grenzen.
In Kleingruppen tauschten sich die Delegierten über die Frage aus: „Wo erfahre ich Ohnmacht, wie gehe ich damit um?“ Nach den Diskussionen gab es im Plenum Überlegungen, wie man den Glauben wieder beleben könnte. Jugendliche sollten das „Feuer“ und die Freude am Glauben spüren. Es stelle sich die Fragen: „Wie viel Wiederbelebung ist da? Wo bildet sich Gemeinschaft? Wie gehen wir mit denen um, die ab und zu vorbeischauen?“ Kirche brauche in Zukunft niederschwellige Angebote zur Eucharistie dazu. Was ist in Zukunft leistbar? Im Dekanat brauche es eine Vernetzung von Ideen, wie die Einladung zu Taizé-Gebeten.
Der zweite Teil der Versammlung befasste sich damit, was Mut macht. Dekan Vogl berichtete von Begegnungen mit Sterbenden, deren Glaube ihn sehr ermutigt. Es gibt im Dekanat religiöse Veranstaltungen und Treffen, die auch von jungen Leuten besucht werden und durchaus Mut machten.
Zum Abschluss lud Vogl zur Dekanatswallfahrt nach Attel am Sonntag, 9. Oktober, ein. Die Fußwallfahrt soll wiederbelebt werden. Um 9.15 Uhr ist Treffen für Familien an der Gärtnerei in Attel, als „kleine Wallfahrt“. Die Pfarreien haben Steine bekommen, die sie beschriften und zur Wallfahrt mitbringen sollen.
Nach dem Gottesdienst ist ein kleines Begegnungsfest mit Musik im Innenhof der Kirche geplant, bei schlechtem Wetter im Saal. Parallel dazu ist der Ministrantentag.