Feuerwehren im Landkreis Mühldorf gefordert

von Redaktion

Gewittersturm zieht in der Nacht zum Freitag durch

Mühldorf – Mit dem Schrecken kamen die Polizeibeamten davon, die auf dem Weg nach Schönberg waren, wo ein Baum die MÜ 27 blockierte. Ein dicker Ast stürzte auf die Windschutzscheibe des Einsatzfahrzeugs, sodass dieses nicht mehr fahrbereit war. Bäume, die über der Fahrbahn lagen, Müllsäcke, die umherflogen, Mülltonnen und Blumentöpfe, die vom Wind verweht wurden. Das erlebten die Feuerwehrleute und die Polizei nach einem relativ kurzen, aber kräftigen Gewittersturm, der in der Nacht zum Freitag über den Landkreis Mühldorf zog. Gegen 23.20 Uhr gingen bei der Polizei die ersten Notrufe ein, berichtet der Dienststellenleiter in Mühldorf, Erster Polizeihauptkommissar Josef-Ludwig Bernhart. Dabei wurden die Rettungskräfte überwiegend gerufen, weil Bäume diverse Fahrbahnen im Landkreis blockierten. Menschen kamen während des Gewittersturms nicht zu Schaden.

Davor waren Einsatzkräfte bereits in Buchbach und in Egglkofen aktiv, um Bäume von den Straßen zu räumen. Für Neumarkt-St. Veit wurde in den sozialen Medien darauf hingewiesen, dass Dachschindeln in der Bahnhofstraße in Richtung Kreisverkehr geweht werden. In Schönberg, Mettenheim, Niederbergkirchen und Erharting war die Polizei ebenfalls vor Ort. Auch hier mussten die Feuerwehren umgestürzte Bäume bergen, die die Straßen blockierten. Ebenfalls eine „leichte Beute“ des Sturmes waren Blumentöpfe, Müllsäcke beziehungsweise Mülltonnen, die über die Straßen verteilt wurden. Fast die Hälfte aller 72 Feuerwehren im Landkreis Mühldorf waren im Einsatz, um die Schäden zu beheben und für freie Fahrbahnen zu sorgen. So musste alleine die Mühldorfer Feuerwehr zwischen 23.30 und 3.15 Uhr fünfmal ausrücken, teilweise mit bis zu vier Fahrzeugen. Harald Schwarz

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