Grünthal – Pfarrvikar Markus Nappert beschrieb das Leben von Josef Mittermeier, der als gläubiger Christ vor seinen Schöpfer trat. Der Cousin des Verstorbenen, Pfarrer Willi Mittermeier aus Wasserburg, konzelebrierte das Totenamt.
Der nun Verstorbene wurde am 2. Juli 1946 als Ältester von acht Kindern auf dem Überackerhof geboren. Der Name „Überacker-Sepp“ blieb ihm zeitlebens erhalten. Nach dem Besuch der Volksschule in Grünthal arbeitete Josef Mittermeier auf dem elterlichen Hof und von 1967 bis zu seinem Unfall 1996 bei der Firma Manhart. Bereits als Kind wurde seine musikalische Begabung erkannt. Er erhielt Klavierstunden und erlernte das Quetschn spielen. Im Jahr 1973 schloss er mit Rosemarie Ober den Bund der Ehe.
Das Ehepaar zog auf das elterliche Anwesen der Ehefrau, das von ihnen auch bewirtschaftet wurde. Später wurde es renoviert und ein Einfamilienhaus errichtet. Aus der harmonischen und glücklichen Ehe gingen die beiden Söhne Robert und Thomas hervor. Die vier Enkelkinder Manuel, Julia, Valentina und Thomas vollendeten das Glück. Im Juli feierten die Eheleute Rosemarie und Josef Mittermeier glücklich die goldene Hochzeit.
Der Überacker-Sepp liebte die Geselligkeit und beteiligte sich rege am Vereinsleben. Er spielte mehrere Jahre Theater bei der Grünthaler Theatergruppe. Seine Liebe zur Musik brachte er dadurch zum Ausdruck, dass er über 50 Jahre im Kirchenchor sang und über 40 Jahre bei der Volksmusikgruppe Greadoier Buam/Sänger beteiligt war.
Ein großes Hobby von ihm war das Züchten und Handeln mit Tauben und Hasen, das er bereits als Bub pflegte. Auch die Vereinstreffen mit anderen Züchtern waren ihm wichtig. Gerne war Josef Mittermeier unterwegs und traf sich mit seinen Freunden beim Globus in Mühldorf. Seine Aktivitäten wurden durch die Amputation seines Beines, verbunden mit einem sehr langen Krankenhausaufenthalt im Jahr 2015, sehr eingeschränkt. Seine Ehefrau Rosemarie umsorgte ihn und unterstützte ihn im täglichen Leben.
Völlig überraschend verstarb Josef Mittermeier am 28. September. Sein Tod war für Familie und Freunde ein gewaltiger Schlag. Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen beteiligte er sich bis zu seinem Lebensende rege am Leben. Stets beteuerte er, wie schön sein Leben doch sei. Eine große Trauergemeinde nahm von Josef Mittermeier Abschied. Die Fahnen von Feuerwehr, KSK, Gartenbauverein, Schützen und Männerkongregation senkten sich über seinem Grab. Auch der VdK, FC Grünthal, der Seniorenclub und der Geflügelzuchtverein Waldkraiburg gaben ihm die letzte Ehre.