Obing – Zahlreiche Aktivitäten am und für den Obinger See, eine aktive Jugendarbeit und eine intakte Gemeinschaft – beim Fischerverein Obing läuft’s bestens. Das verdeutlichte auch die Jahresversammlung. 135 Aktive, darunter die Jugendgruppe und einige Gäste, folgten der Einladung.
Wie der Vorsitzende Jürgen Steeb schilderte, wurden im Frühjahr Ausbesserungsarbeiten an den Laufstegen sowie Befestigungen vorgenommen. Bei der See- und Uferreinigung hätten zahlreiche Mitglieder Müll gesammelt, die ausgewiesenen Laichplätze seien mit Totholzbündeln bestückt worden. Die Mitglieder wiesen Ruhezonen für Enten und Schilfbrüter aus. Ein gutes Beispiel für die Vereinsgemeinschaft sei das Fischerfest. Die Veranstaltung am Mariä Himmelfahrtstag glückte. Viele Besucher genossen Fischspezialitäten und die gemütliche Atmosphäre. Höhepunkt sei das Königsfischen im September. Patricia Frank habe es allen vorgemacht und mit dem Fang eines schönen Hechtes die Königswürde errungen, so Steeb. In der Jugendabteilung sei Hannes Balk der erfolgreichste Teilnehmer gewesen. Er amtiert als Fischerprinz.
Als Gewässerwarte fungieren Andreas Schnebinger und Tobias Baumann. Die zwei langjährigen Mitglieder absolvieren im April eine mehrtägige Schulung am Institut für Fischerei in Starnberg. Das Fangergebnis der vergangenen Saison passt laut den Gewässerwarten mit 1422 Kilogramm (kg) zum erfolgreichen Vereinsjahr. An erster Stelle stehen Karpfen und Brachsen, gefolgt von 187 kg bei Hechten. Gute Fischwaid gab’s auch bei Waller, Barsch, Zander und Schleie.
Damit dies auch so bleibt, brachten die Fischer im November wieder Karpfen, Schleien sowie 1000 einjährige Zander als Fischbesatz in den Obinger See ein.
Kassier Pius Madersbacher bescheinigte ein deutliches Minus, da viele Mittel in den Erhalt und Ausbau der Liegenschaften am Obinger See fließen. Er nannte die Renovierung der Bootshütte und den Wiederaufbau des 2021 durch Unwetter zerstörten Holz- und Masten-Lagers.
Die Jugendleitung, vertreten durch Christina Lochner, Patricia Frank, Vinzenz Lex, Jens Peters und Alexander Blümlhuber, fasste die Aktivitäten in der Jugendgruppe zusammen. Schon beim Anfischen im März war die Vorfreude auf die Saison groß – trotz kalter Witterung und mäßiger Beißlaune des Flossenwildes beteiligten sich 24 Jungfischer.
Bei den folgenden Tagesfischen am Obinger See stellten sich bald erste Fangerfolge ein. Höhepunkte waren die beiden mehrtägigen Zeltlager am Vereinsgelände. Lex betonte, dass die Gemeinschaft der Jugendabteilung die Zukunft des Vereins bilde. Daher gelte es, den Vereinsnachwuchs an einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur heranzuführen und die Jugendlichen kameradschaftlich in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Er dankte Hans-Peter Fangmeier, der wieder einen Vorbereitungskurs zur Fischerprüfung anbietet.
Bei den Neuwahlen gab es keine personellen Änderungen. Steeb wurde als Vorsitzender und Georg Schwerdtel als Stellvertreter bestätigt, ebenso wie Madersbacher als Schatzmeister und Christian Bunge als Schriftführer. Bürgermeister Sepp Huber zeigte sich beeindruckt von den Tätigkeiten der Fischer, besonders von der Pflege des Obinger Sees. Er würdigte die hervorragende Zusammenarbeit von Verein und Gemeinde sowie die Jugendarbeit. ca