Schnaitsee – Bei der Jahresversammlung der Schnaitseer Eisschützen standen die Sportberichte im Mittelpunkt. Endlich konnte Moar Johannes Graßl wieder von einer „Eiszeit“ berichten. „Wir haben mehrere Wochen lang perfekt Kernschießen können und sogar den Vergleich Nord gegen Süd durchziehen können. Dazu haben wir das Habamer Mösl reaktiviert“, so Graßl, der selber an dem kleinen Gewässer bei Habam die Äste rundherum ausgeschnitten hatte, um eine genügend große Eisfläche zu erhalten.
„Bei den jetzigen Wetterverhältnissen wird auch in Zukunft das Mösl beim Eisschießen eine große Rolle spielen, da die Eisdicke im Weitsee für größere Wettkämpfe nicht mehr oft ausreicht. Der Vergleich der beiden jungen Moar zwischen ihm und Thomas Schmidinger endete mit einem Sieg der Südseite. Manfred Pauli berichtete von einer sehr aktiven Hufeisensaison. Bei 65 absolvierten Trainingseinheiten wurden 13 Turniere auch im internationalen Bereich besucht. Vereinsmeister wurde Bernhard Lamprecht vor Georg Deibl und Rudi Geier. Gesellschaftlich stand das Ostereierwerfen mit den Hufeisen und mehrere Feste am Vereinsplatz auf dem Programm.
Die Versammlung im Gasthof „Zur Post“ begann emotional mit dem Gedenken an den langjährigen Eisstockmoar Martin Westner. Erst vor wenigen Tagen war die aktive Eisschützin Frieda Pimpl verstorben.
Vorsitzender Richard Wenzl berichtete, dass die Flutlichtanlage erweitert und ein Gerätekasten in die Hütte eingebaut wurde. Dank Rupert Köhldorfner, dem Eigentümer des Platzes, haben die Plattlschmeißer neben der Stromversorgung jetzt auch fließendes Wasser. Im Ausblick auf 2024 nannte Wenzl das große Gemeindeturnier anlässlich der 1100-Jahr-Feier am 14. Juni am Sportplatz. Je Viererteam dürfen dabei nur maximal zwei aktive Turnierwerfer teilnehmen.
Der Kassenbericht von Sepp Rieperdinger offenbarte ein kleines Plus. Der Verein hat 111 Mitglieder. Der Zweite Bürgermeister Franz Rieperdinger dankte für das Engagement, das den Namen Schnaitsee bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt mache. Er wünschte für die Zukunft wieder mehr Eis auf den Gewässern und verletzungsfreies Hufeisenwerfen. ju