Lang erhofft und immer wieder verschoben

von Redaktion

Rotter Bahnberg wird im Sommer saniert – Wasserleitungen müssen vor Baubeginn erneuert werden

Rott – Die gute Nachricht vorneweg: Die Sanierung des Bahnbergs im Sommer steht an. Lang erhofft und immer wieder verschoben.

Die Bahnhofstraße ist schon lange in einem katastrophalen Zustand. Die Umleitung wegen der gesperrten B15 hat dies verschlimmert. Die Gemeinde war dazu schon länger in Kontakt mit dem Staatlichen Bauamt. Das Problem: Die Bahnhofstraße gehört zur Staatsstraße 2079. Landkreise und der Bund haben ein wesentlich größeres Budget für den Straßenbau als der Freistaat. Der sei in diesem Bereich seit Jahren hoffnungslos unterfinanziert. Ursprünglich war der Ausbau in 2023 geplant. Jetzt gibt das Staatliche Bauamt grünes Licht.

Ingenieur Josef Weyerer vom Ingenieurbüro Roplan Rosenheim stellt in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates die Planungen vor. Der Bau beginnt im Juni und soll im August fertiggestellt sein. Erneuert wird die Fahrbahn nach der Abzweigung zum Schulweg bis zur Bahnunterführung. Das ist eine Strecke von 997 Meter. Erneuert wird vor allem eine Deckbeschichtung. Am stark beschädigten Bahnberg wird auch der Unterbau erneuert. Gemeinderätin Carola Kahles (RF) warf ein, dass die meisten Schäden durch einen schlechten Untergrund entstanden seien. Weyerer erläuterte die Vorarbeiten. Es werde der Ringschluss der Wasserleitung zum Bahnhof erstellt. Zudem werden am Kanalnetz einige Sanierungen durchgeführt und einige Hausanschlüsse erneuert. Somit verbleiben im Bereich der Gemeinde der Erdbau und die Entsorgung im Bereich der Rohrgräben sowie die Verbindungsleitung und die Erneuerung der Hausanschlüsse.

Es kommen Kosten auf die Gemeinde zu: rund 175000 Euro für das Trinkwasser und rund 25000 Euro für das Schmutzwasser, abzüglich der Erstattungen der Grundstückseigentümer für die Anschlüsse auf privaten Grundstücken. Die Ausschreibung für die Tiefbaumaßnahme erfolgt über das Straßenbauamt Rosenheim in einer gemeinsamen Ausschreibung, damit später eine Firma den Auftrag für die Gesamtleistung bekommt und es keine Probleme mit Schnittstellen gibt. Für die Ausschreibung ist eine Freigabe des Gemeinderates erforderlich. Diese erfolgte einstimmig.

Gemeinderat Sebastian Mühlhuber (CSU) bat, dass auch der Straßenverlauf von der Bahnunterführung bis zur Bundesstraße geprüft werde, hier wären ebenfalls Schäden erkennbar.hri

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