Waldhausen – Zur Jahresversammlung des Waldhauser Trachtenvereins war der Gebietsvertreter Hubert Dumpler aus Pittenhart in das Waldhauser Sportheim gekommen, um Martin Zieglgänsberger das goldene Gauehrenzeichen zu verleihen. Zieglgänsberger war 50 Jahre aktiv in verschiedenen Positionen für die Trachtensache tätig. Seine Tochter und Vorsitzende des Vereins, Vroni Zieglgänsberger, hielt in gereimter Form die Laudatio für ihren Vater. „50 Jahr ist eine Zahl, für viele Ämter standest du zur Wahl. Der Martin ist aus dem Verein nicht wegzudenken, drum wollen wir dir heut die Ehrung schenken.“
Emotionale Gedenkminute
Dumpler und die drei Vorsitzenden mit Vroni Zieglgänsberger, Michael Ackermann und Johannes Wolf überreichten das selten verliehene goldene Ehrenzeichen für 50 Jahre als Vorsitzender, Kassier, Schriftführer und als „Aktiver für alle Fälle“. Die Vorstandschaft konnte dazu auch noch weitere langjährige Mitglieder für ihre Treue auszeichnen. Für 25 Jahre Brigitte Gröbner, Sabine Huber, Johann Huber, Markus Huber, Luitgard Mühlegger, Ludwig Mühlegger und Max Mühlegger. Für 40 Jahre Elisabeth Pfenninger und Ludwig Löw und für 50 Jahre Martina Urbauer und Martin Zieglgänsberger.
In einer emotionalen Gedenkminute gedachten die Mitglieder ihrem Vorsitzenden Paul Reitmaier sowie dem Theaterurgestein Helmut Brindl und den verstorbenen Mitgliedern Manfred Hilger und Andreas Ofenmacher. Vorsitzender Michael Ackermann nahm die Mitglieder mit in das erste Jahr nach Paul Reitmaiers Tod. „Sein Tod war wie ein totaler Stromausfall des Vereins. Wir mussten erst den „Reset“-Knopf drücken um weitermachen zu können. Es hat sich viel verändert seither. Wir haben uns neu finden müssen. Und, ja, wir haben uns neu gefunden. Jeder von uns hat Initiative gezeigt und wir sind seither ständig vorangekommen.“ Jugendleiterin Simone Lerner berichtete von sehr guten Ergebnissen der Kinder beim Gebietspreisplatteln und beim Fünf-Vereine-Preisplatteln. Die Kindergruppe beteiligte sich an der Einweihung des Kinderhauses und beim Gaufest in Teisendorf. Belohnung war der Ausflug zum Bayernpark. Am Jahresende ging der Nachwuchs zum Klopfersingen für einen guten Zweck.
Schriftführerin Stefanie Pichler blickte auf die Trauerfeier für Paul Reitmaier zurück. „Das waren wir ihm schuldig. Seine Intention war, bis zu seinem Todestag Brauchtum und Heimat hochzuhalten.“ Pichler berichtete von der Neuordnung des Trachtenfundus, vom Abbau des Maibaums, von der Trachtenwallfahrt nach Maria Eck und vom Gaufest in Teisendorf. Mit Tobias Lerner wurde ein Tanzkurs veranstaltet. Zudem wurde für das diesjährige Maibaumaufstellen ein neuer Dirndlstoff ausgesucht.
Der Kassenbericht von Hilde Bock wies ein erfreuliches Plus aus. Diese informierte, dass wegen der Datenerfassung heuer die Beiträge für 2023 und 2024 eingezogen werden.
Theaterleiter Wolfgang Maier blickte auf eine erfolgreiche Saison mit dem Stück „Außer Spesen nichts gewesen“ zurück. Rund 840 Zuschauer waren in die Turnhalle gekommen.
Zweiter Bürgermeister Franz Rieperdinger bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit. Er hob den hohen Stellenwert der Kinder- und Jugendarbeit im Verein hervor. Zudem wünschte er den Verantwortlichen weiterhin eine gute Hand, weil „Brauchtum und Heimat Werte sind, die es zu pflegen gilt.“
Sommerfest
im August
Im Ausblick nannte Ackermann das Aufstellen eines neuen Maibaums am 27. April als Höhepunkt. Die Trachtler wollen sich auch sehr stark am Jubiläum der Feuerwehr beteiligen. Das Gaufest findet am 21. Juli in Westerham statt. Am 18. August ist das Trachtler-Sommerfest und der Dorfadvent am 1. Dezember schließt ein sicher sehr aktives Jahr ab.