Zum Artikel vom 27. Februar „Streit um Nachtruhe in Wasserburg“ (Lokalteil):
Nun wohne ich schon seit über 50 Jahren in der Altstadt von Wasserburg und fühlte mich bis auf ein paar wenige Ausnahmen noch nie wirklich gestört von der abendlichen Geräuschkulisse in unserer Stadt.
Ganz im Gegenteil vermisse ich eher das Leben in der Stadt, die meiner Meinung nach mittlerweile verstummt und durch ständige Ruhestörungsbeschwerden oder unverhältnismäßige Auflagen stirbt, quasi verrentnert. Wo bleibt da das italienische Flair, mit dem sich die Stadt so rühmt? Dann doch lieber bloß im Urlaub, wo wir das abendliche Treiben genießen.
Ich erinnere mich noch, dass früher in der Altstadt zwei bis drei Diskotheken betrieben wurden und einiges mehr an Lokalen, wie zum Beispiel das Rossi mit Livemusik mitten in der Stadt. In eine Stadt gehört meiner Meinung nach Leben und ich bin froh, dass es Gastronomen und andere engagierte Menschen gibt, die sich die Mühe machen, Begegnungsorte zu schaffen und lebendiges „noch“ ermöglichen.
Eine Stadt und ihre Bürger sollten so etwas unterstützen.
Gabriele Rupp
Wasserburg