Schonstett – Die Feuerwehr Schonstett blickt auf ein bewegtes Jahr 2023 zurück, so der Vorsitzende Timo Winkler. Höhepunkte waren das Maibaumaufstellen mit den Schlossschützen, die Beteiligung am Ferienprogramm sowie der Vereinsausflug nach Passau.
Weiter besuchten die Mitglieder Gründungsfeste benachbarter Feuerwehren und nahmen mit der Fahnenabordnung an kirchlichen Festtagen in der Gemeinde teil.
Laut Kommandant Wolfgang Niedermaier leisten 27 Aktive, davon eine Frau, Dienst für die Allgemeinheit. Davon sind zwölf Atemschutzgeräteträger und sieben Maschinisten mit Führerschein für das große Fahrzeug. 20 Übungen wurden am Standort durchgeführt sowie elf Lehrgänge besucht. Die Feuerwehrler wendeten 645 Stunden für die Aus- und Weiterbildung zur Qualitätssicherung auf. Weitere 656 Stunden entfielen auf Einsätze – 25 Technische Hilfeleistungen, davon neun Verkehrsunfälle, vier Brandalarmierungen, zwei Sicherheitswachen und zehn sonstige Tätigkeiten wie Verkehrsabsicherungen. Auch die Planung des neuen Feuerwehrhauses beanspruchte die Freiwilligen sehr. 14 Projektgruppensitzungen und 16 interne Treffen hielten sie dafür ab. Umbauarbeiten am alten Feuerwehrhaus erfolgten in 130 Stunden. Um Richtlinien für den Arbeitsschutz einzuhalten, wurden Verbesserungen umgesetzt. Kritisch äußerte sich Niedermaier zum Fortschritt beim geplanten neuen Feuerwehrhaus. Hier sei die Gemeinde vier Monate im Zeitplan zurück.
Bei der Jugendfeuerwehr wurde das Eintrittsalter auf zwölf Jahre abgesenkt, informierte Jugendwart Maxi Finsterwald. Zurzeit betreut die Wehr 23 Kinder, davon zwölf Mädchen, in zwei Gruppen. Alle sind mit großem Eifer dabei, was die knapp 1400 Übungsstunden im vergangenen Jahr untermauern. Neben der Ausbildung waren für den Feuerwehrnachwuchs der Besuch der Luftrettung und der Berufsfeuerwehr München Höhepunkte. Die Jugend nahm zudem am Kreisjugendfeuerwehrtag in Bad Endorf teil. Auch der Einsatz der Betreuer ist enorm, diese wendeten dafür 474 Stunden auf. Erschwert werde die Jugendarbeit durch die unzureichende Jugendumkleide. Kreisbrandrat Richard Schrank lobte den Einsatz der Aktiven, insbesondere hinsichtlich ihrer Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung. Er verwies dazu auf den neuen Lehrgangskatalog.
Weiter informierte er, dass momentan die Geräte für die Alarmierung ausgegeben werden. Außerdem erfolge die Modernisierung der Übungsanlagen für den Atemschutz. Man will hierfür eine mobile Anlage in Betrieb nehmen. Neue Stromerzeuger werden beschafft. Ein positives Echo gab es zur Novellierung des Feuerwehrgesetzes. Der aktive Dienst ist dann bis zum 67. Lebensjahr möglich (bisher 65). Abschließend appellierte Schrank an Bürgermeister Paul Dirnecker, den Feuerwehrhaus-Neubau rasch umzusetzen.
Dieser verwies auf die schwierige Finanzierung. Momentan seien die Fachplaner am Werk – anschließend lägen genauere Zahlen vor.
Dirnecker dankte den Aktiven für ihren Einsatz zum Wohle der Bürger und lobte die Truppe. Abschließend überreichte Kreisbrandrat Schrank das Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst an Josef Maier.