Startschuss für die Volksmusiktage

von Redaktion

Lachen und mitsingen: Gelungener Auftakt der Wasserburger Veranstaltungsreihe

Wasserburg – „Volksmusik beim Wirt“ hieß es zum Auftakt der 51. Wasserburger Volksmusiktage in den Paulanerstuben. Wirtshauslieder, Gstanzl, Couplets und lustige Geschichten sorgten für ein vielfältiges Programm, das rundum begeisterte.

Volksmusik-Legenden wie dem „Kraudn Sepp“ (1896 – 1977) oder dem Kiem Pauli (1882 – 1960) ist es zu verdanken, dass die traditionellen Lieder der altbairischen Volksmusik erhalten geblieben sind. Viele Stücke, die Sänger und Musikanten in den Wirtshäusern spielten, wurden oft nur mündlich überliefert.

Seit 25 Jahren dabei:
Claudia Geiger

Claudia Geiger hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der echten Volkmusik in der Region zu erhalten. Seit über 25 Jahren organisiert sie die Wasserburger Volksmusiktage und mittlerweile hat sich das Musikantentreffen zu einem gefragten, kulturellen Kleinod etabliert.

Ganz in bester Tradition erfolgte auch der Auftakt der Volksmusiktage 2024 mit „Volksmusik beim Wirt“ in den Paulanerstuben, einem der letzten noch ursprünglichen Wirtshäuser in der Innstadt. Mit dabei waren die „Schmankerl Musi“ mit Susanne Dräxl-Sinhart, Robert Sinhart aus Nußdorf und Markus Schmid aus Kiefersfelden, die ihrem Namen alle Ehre machten. Sie sind Multi-Instrumentalisten; jeder hatte gleich drei Instrumente dabei, die abwechselnd gespielt wurden. Markus und Michela Schmid unterhielten zudem als Zwoagsang mit spritzigen Couplets. Im Wechsel mit den Stoaner Sängern aus Traunstein waren die Lieder und Instrumentalstücke mal lustig, dann aber wieder besinnlich. Die „Stoaner Sänger“, ein stimmlich brillanter Dreigesang mit Sepp und Christa Steiner und Reinhold Steiger aus Traunstein, musizieren seit 45 Jahren zusammen. Sie wurden begleitet von Rosa Janka, einer exzellenten Harfenistin, die auch Harfenstücke komponiert.

Amüsante
Wortbeiträge

Es gab viel zum Lachen und auch zum Mitsingen im komplett ausverkauften Inn-Terrassensaal der Paulanerstuben. Dafür sorgte auch Sprecher Siegi Götze, der charmant die Interpreten und deren Stücke vorstellte. Wie beim Wirtshaussingen üblich hatte sich der aus Schleching stammende Brauchtumskenner auch noch ein Thema für seine überaus amüsanten Wortbeiträge gewählt. Es ging ums „Diri Dari“. Siegi Götze brachte das Publikum immer zum Staunen. Denn Namen wie „Zaster“ oder „Kies“ fürs Geld sind meist einer uralten Sprechentwicklung entlehnt. „Kies“ komme beispielsweise aus dem Arabischen, so Götze, der mit einer amüsanten Reise durch 3000 Jahre Geldgeschichte begeisterte.

Programm und Kartenverkauf

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