Marode Zäune sind Gefahr für Tiere

von Redaktion

Abschuss und Waldzustand stimmen laut Jagdversammlung in Schnaitsee

Schnaitsee – „Marode und eingewachsene Zäune und Zaunreste sind im Wald ein großes Übel. Sie sind auch eine Gefahr für die Tiere, die sich darin verheddern und elendig verenden“, konstatierte Jagdpächter Andreas Fritz-Etterer bei der Jagdversammlung in Schnaitsee. Er hat damit in seinem Revier im Schnaitseer Südosten sehr zu kämpfen. In den Appell zur Beseitigung dieser Zäune stimmte Jagdvorsitzender Josef Utz mit ein. „Solche kaputten Zäune haben im Wald nichts mehr zu suchen und müssen vom jeweiligen Waldbesitzer rechtzeitig wieder entfernt werden.“

Großes Plus in
der Kasse

Der Kassenbericht für die Jagdgenossenschaft durch Thomas Schreiner offenbarte ein schönes Plus. Schriftführer Franz Traunthaler blickte auf das Rehessen im Saal der „Ägäis“ und auf die Waldbegehung zwischen Hochschatzen und Surbrunn zurück. Vorsitzender Utz gab anschließend die Abschusszahlen der verschiedenen Jagdpächter bekannt. So gab es für Hans Schmidinger, Josef Lepschy, Matthias Altenweger, Peter Köhldorfner, Thomas Maier, Julia und Marco Anstötz sowie Andreas Fritz-Etterer ein Soll von 273 Rehen. Sie erlegten insgesamt 272. „Das sind sehr gute Zahlen. Warten wir das kommende Verbissgutachten ab. Dann sehen wir, wie der Abschuss gewirkt hat“, so Utz. Die Jagdgenossen stimmten einstimmig dafür, dass heuer wieder der Jagdpachtschilling in Höhe von 1,75 Euro je Hektar und Jahr für zwei Jahre ausbezahlt wird.

Von den Pächtern kam die Anregung, dass die Düngung nicht bis an den Waldrand ausgebracht wird. Mit den Streifen soll dem Wild eine ausreichende Äsungsfläche bleiben. „Rehe sind normalerweise Wiesentiere. Aber wenn zu wenig Fläche zum Futtern zur Verfügung steht, suchen sich die Tiere Fressbares an den jungen Bäumen“, wusste Utz.

Im Wald
aufräumen

Josef Lepschy dankte im Namen der Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit und forderte auf, bei aufkeimenden Problemen sofort das Gespräch mit dem Jäger zu suchen. Hans Irlbacher forderte seine Kollegen auf, im Wald aufzuräumen. „Sonst bekommen wir heuer ein großes Problem mit dem Borkenkäfer.“ Zum Schluss referierte der Jagdgenosse Josef Wagner aus Zansham noch über die „Dreifelder-Wirtschaft“ in der Geschichte Schnaitsees.

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