Griesstätt – Seit etwa 20 Jahren litt Josef Stephan an einer schweren Krankheit. Die letzten zehn Jahre vor seinem Tod war er immer mehr auf die Hilfe, Unterstützung und Pflege seiner Frau Hilde und der Kinder angewiesen. Beim Wortgottesdienst dankte ihnen Pfarrer Bruno Bibinger in seiner Ansprache dafür. Er ging auch auf das Leben des Verstorbenen ein.
Geboren wurde Josef Stephan im August 1951 auf dem elterlichen kleinen landwirtschaftlichen „Sattler“-Anwesen, zu der auch eine Schreinerei gehörte. Mit seiner etwas älteren Schwester und einer Cousine wuchs er dort auf. In Griesstätt besuchte er die Schule und machte anschließend eine Lehre in einer Schreinerei in Pfraundorf. Als er zehn Jahre war, verstarb sein Vater und die Schreinerei wurde aufgegeben. Zwei Jahre danach heiratete seine Mutter wieder. Im Jahr 1974 verstarb dann auch seine Mutter.
Nach seiner zweijährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr in Regensburg besuchte der „Sattler-Sepp“, wie er von vielen genannt wurde, von 1974 bis 1976 die Meisterschule in Garmisch-Partenkirchen, die er mit Erfolg abschloss. Verantwortung übernahm er anschließend bei verschiedenen Schreinereien als Meister, bis er im Jahr 2003 erkrankte und dadurch seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte.
Mit seiner Frau Hilde schloss er im Jahr 1976 den Ehebund. Die Kinder Alexandra, Wolfgang, Katharina und Antonia machten das Familienglück perfekt und brachten Leben und Abwechslung in das Anfang der 1980er-Jahre errichtete Wohnhaus in Griesstätt. Nicht nur die vier Kinder machten ihm eine große Freude, sondern auch in den letzten Jahren seine beiden Enkelkinder. Seine Familie war ihm immer sehr wichtig und Familienfeiern bereiteten ihm viel Freude. Bis ihn seine Krankheit immer mehr schwächte und er die letzten zehn Jahre immer mehr auf die Pflege seiner Angehörigen angewiesen war. Er konnte so bis auf die letzten Tage, mit Unterbrechung durch notwendige Klinikaufenthalte, zu Hause bei der Familie bleiben.
Im Beisein seiner Frau wurde er in einer Priener Klinik von seiner Krankheit erlöst. Groß war die Anteilnahme bei der Wortgottesfeier in der Pfarrkirche und bei der anschließenden Urnenbestattung im Familiengrab. Die Fahnenabordnungen der Schützengesellschaft, des Krieger- und Reservistenvereins und des Trachtenvereins führten den langen Trauerzug an. Der Vorsitzende des Krieger- und Veteranenvereins, Josef Polatzky, dankte dem Verstorbenen in seiner Ansprache für die langjährige Vereinstreue.
Josef Stephan gehörte seit der Gründung auch dem Trachtenverein an, war dort der Erste stellvertretende Vorsitzende und bis zu seinem Tod ein interessiertes Mitglied, so Ehrenvorsitzender Franz Meier in seinem Nachruf. Die Bestattung umrahmten Bläser aus dem Angehörigenkreis.ala