Schnaitsee – Bei einem kleinen Festakt im Foyer des Schnaitseer Rathauses erhielten soziale Projekte in der Region den Reingewinn vom Schnaitseer Martinimarkt im November.
Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) freute es besonders, dass diese Gelder an Empfänger gehen, bei denen diese gut angelegt sind.
Bürgermeister
dankt dem Team
Er dankte dem Organisationsteam mit Anita Meisl, Luitgard Graßl, Tine Dettenbeck, Sandra Oberleitner, Kathi Hellmaier und Georg Köhldorfner: „Ihr habt das bestens organisiert, ihr habt die Vereine und Gruppen zum Mitmachen motiviert und ihr habt auch für das gute Wetter gesorgt, das für einen Rekord-Martinimarkt gesorgt hatte.“
Auch Dritte Bürgermeisterin und Sozialreferentin Anita Meisl hob die Mitarbeit vieler Schnaitseer Gemeindebürger hervor: „Ohne das Mitwirken aller könnten wir nichts oder nur wenig erreichen. Da möchte ich vor allem Georg Köhldorfner danken, der entscheidend dafür war, dass die Tradition des Martinimarktes nach dem Aufhören von der langjährigen Organisatorin Kathi Hellmaier weitergeführt wurde.“ Meisl gab auch die einzelnen Spenden in Höhe von 500 Euro für die „Helfer vor Ort“ weiter und dankte Dr. Korbinian Wäsle.
Wäsle erläuterte, dass die BRK-Bereitschaft auf solche Spenden angewiesen ist. Auch Senta Lechner von der Wasserwacht dankte für die Unterstützung in Höhe von 500 Euro und versprach, die Spende für die Nachwuchsarbeit am See zu verwenden. Ebenso erhielten beide Kindergärten je 500 Euro. Katharina Randlinger für die „Arche Noah“ und Michaela Eichinger für das Waldhauser Kinderhaus dankten für die Unterstützung.
Glücksgefühle
für Kinder
Eine spezielle Einrichtung ist der Landesverband für Kleinwüchsige und ihre Familien Bayern (LKMF). Der gebürtige Schnaitseer Günther Liner engagiert sich mit seiner Familie, die selbst betroffen ist, für diesen Verband. Sein Sohn Julian nahm die Spende von 1000 Euro für den Verband entgegen.
Seit vielen Jahren betreibt Karin Westner eine Reittherapie. „Dabei wird es immer schwieriger alle Vorgaben einzuhalten. Aber wenn wir sehen wie die Glücksgefühle, gerade bei behinderten Kindern, auf dem Pferd hochkommen, ist das schon ein großer Lohn“, berichtet sie. Ihre Einrichtung wurde mit einer Spende von 1000 Euro unterstützt.
Lisa Kierner aus dem Schnaitseer Pfarrverband leidet unter der seltenen Krankheit „Friedreich-Ataxie“, einer degenerativen Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist auch in der Selbsthilfeorganisation der rund 1000 Betroffenen in Deutschland aktiv. Die Spende kann sie gut für die Weiterbildung ihres Therapiehundes brauchen. Auch für die behindertengerechte Küche in ihrem Haus fehlen noch Gelder.
Ebenso bedacht wurde Laura Bachmaier aus Reichertsham. Sie leidet an einer Spastik ihrer Beine und braucht jetzt im jungen Erwachsenenalter ein behindertengerechtes Auto, da sie mit ihren Füßen die Pedale nicht bedienen kann. Zudem gingen noch 500 Euro an die Ausstattung der Schnaitseer Bücherei und weitere Spenden an bedürftige Familien.
Noch nicht zu Ende geschrieben
Bei einem Buffet entwickelten sich intensive Gespräche untereinander. Am Schluss sagte Meisl: „Wir wollten mit unserem Martinimarkt Unterstützung für soziale Brennpunkte und Projekte im Raum Schnaitsee und Umgebung ermöglichen. Wenn wir heute die Reaktionen und den emotionalen Dank der Bedachten bekommen, können wir uns sicher sein, richtig gehandelt zu haben.“ Und sie versprach: „Die Geschichte des Martinimarktes in Schnaitsee ist noch nicht zu Ende geschrieben.