Wasserburg – Seit dem 1. März suchen bereits Frösche, Kröten und Molche ihre Laichgewässer rund um Wasserburg auf. Gut 14 Tage früher als sonst begann heuer die Wanderung im Bereich der Staatsstraße 2092 kurz vor Penzing. Grund genug für Alois Schrems vom Bund Naturschutz und sein zehnköpfiges Team, regelmäßig die aufgestellten Barrieren entlang der Straße samt dazugehörigen Fangeimern zu kontrollieren. Gut 450 unterschiedliche Amphibien, zumeist Wasserfrösche, konnten so in den vergangenen Wochen schon sicher auf die andere Straßenseite gebracht oder direkt im Biotop an der Inneren Lohe ausgesetzt werden. Im vergangenen Jahr waren es laut Schrems nach erstmaligem Aufbau des gut 400 Meter langen Amphibienzaunes insgesamt 600 Tiere. Bis Mitte April werden die mit etwas Laub gefüllten Eimer noch regelmäßig kontrolliert, am Wochenende sind dazu ganze Familien eingeteilt. Die Kinder haben so nicht nur ihren Spaß daran, die sonst nicht leicht zu entdeckenden Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, sondern erfahren nebenbei viel über die Bedeutung des Naturschutzes. Auch die Familie Schallwig aus dem Burgerfeld, zum ersten Mal als Amphibienretter unterwegs, war am Wochenende begeistert bei der Sache. Nach einer Stunde freuten sich alle mit Teamleiter Schrems zusammen über gut 50 vor dem Überfahren bewahrte Tiere, darunter ein prächtiger Bergmolch. kr