Reichertsheim – Auf ein eindrucksvolles Premierenwochenende kann die Theatergruppe des Trachtenvereins Reichertsheim zurückblicken. Am vergangenen Samstag waren nur noch wenige Plätze frei im Saal des Gutsgasthofes in Thambach und am Sonntag war es komplett ausverkauft.
Die Zuschauer hatten mit dem Lustspiel des erfolgreichen Autors Maximilian Vitus, das von den Darstellern mit beeindruckender Spiellaune präsentiert wurde, viel Freude, gaben immer wieder Szenenapplaus und zum Schluss wollte der Beifall gar nicht enden.
Um den gelegentlich unheilvoll nagenden Wurm, ob in Familie, Ehe, Liebe, Vergnügen oder Geschäft, geht es in diesem Frühjahrstheater, das selbstironisch auch ein paar kleine Seitenhiebe auf das Tätigkeitsfeld des Trachtenvereins enthält.
Beno Leitner (gespielt von Konrad Nußreiner), bereitet vieles Kummer. Er ist Wirt im Gasthof von der Au und heimatpflegerisch tätig. Sein geistiger Bruder ist der Bildschnitzer Florian (Michael Riegl), der ebenfalls auf den Erhalt von Brauchtum und Sitte aus ist. Der Berliner Antiquitätenhändler Wilhelm Nause (Josef Bibinger) ist dagegen auf uraltes Schnitzwerk, am besten mit Wurmlöchern, aus. Für die Schnitzwerke sorgt Florian, für die Wurmlöcher der Jagersepp (Sepp Konstantin) mit seiner Schrotflinte.
Das ist aber nur ein Teil der Geschichte, denn wenn der Wurm einmal drin ist, verursacht er mehrere Schäden. Der Pfarrer (Sepp Baumgartner) entfernt aus einer Kapelle eine Figur der heiligen Magdalena, weil er deren Diebstahl befürchte, was zu Irritationen in der örtlichen Presseberichterstattung führt.
Mit abgeschnittenen Haaren wird am Morgen die Wirtstochter Lena (Annemarie Knollhuber) munter und muss sich zum Friseur begeben, damit auch der Vater wieder zufrieden ist.
Und auch in der Liebe mischt sich der Wurm ein, wenn er drin ist. Wie zum Schluss wieder alles allem gerecht wird und in das Wirtshaus in der Au wieder Harmonie einkehrt, offenbart sich den Besuchern des Theaters auf humorvolle Weise.
Die weiteren hervorragend dargestellten Rollen sind die Wirtin Afra (Claudia Kropf), die Wirtsköchin Kathi (Kathi Gruber) und Genovefa, die Hauswirtin des Schnitzers (Christina Binsteiner).
Regie führen Georg Hanslmeier und Richard Schwarzenbeck, für Maske, Kostüme und Frisuren sorgen Resi Huber, Monika Lechner und Christine Hanslmeier. Viel Beachtung und Lob erfährt auch wieder die österliche Dekoration des altehrwürdigen Gutsgasthofes.
Das Stück ist nochmals zu sehen am Freitag, 22., Samstag, 23., und Sonntag, 24. März, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 24. März, um 14 Uhr.
Für die musikalische Umrahmung sorgt am Freitag die „Reischamer Ziachmusi“, am Samstag die
„Hinum-Herum-Musi“, am Sonntagnachmittag „K4“ und abends „Fast nur Blech“.
Kartenvorbestellungen bei freier Platzwahl erfolgen unter Telefon 08073/3741 oder per Mail an vorstand@ trachtenverein-reichertsheim.de. Restkarten gibt es an der Abendkasse, sofern verfügbar.gru