Nachruf

von Redaktion

Haag – Im Alter von 87 Jahren starb Gudrun Kutzer. Sie hatte in Rosenberg bei Haag gewohnt. Zum Gedenkgottesdienst in der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche erinnerte Pfarrerin Ruth Nun daran, dass sich die Verstorbene diese Zeremonie mit anschließender Urnenbestattung bereits zu Lebzeiten ausdrücklich gewünscht habe. Sie sei nach christlichem Glauben überzeugt gewesen, dass der Tod nicht das Ende sei. „Immer wieder einmal“ habe sie sich zu den Gottesdiensten sehen lassen.

Im Rückblick auf das Leben von Gudrun Kutzer erinnerte Pfarrerin Ruth Nun daran, dass sie als eines von drei Kindern in einer Arztfamilie in Nürnberg aufgewachsen sei. Ein Leben lang hätten sie die Bombenangriffe, die sie während des Zweiten Weltkrieges miterleben musste, verfolgt. Nach dem Besuch eines Internats und Ablegen der Mittleren Reife wurde sie Chemielaborantin. In Nürnberg, so Pfarrerin Ruth Nun, habe sie auch ihren ersten Mann kennengelernt.

Ihre große Liebe habe sie allerdings mit dem zweiten Mann gefunden, Gustav Kutzer. Mit ihm sei sie in den 80er-Jahren nach Rosenberg bei Haag gekommen, wo sie eine große Wohnung bezogen. Gustav Kutzer starb bereits im Alter von 68 Jahren 2003, was einen gravierenden Einschnitt für das Leben von Gudrun Kutzer bedeutete. Sie hatte dann aber auch nach dem Tod ihres Mannes am gesellschaftlichen Leben in Haag teilgenommen. Die letzten Jahre habe sich ihr Adoptivsohn Raimund Kutzer um sie gekümmert, so die Pfarrerin. Dann sei zu ihr der Tod nicht als Feind, sondern als Freund gekommen.

Das letzte Geleit am Haager Friedhof gaben Gudrun Kutzer Verwandte und Freunde. Hier erfüllte sich für die Verstorbene noch ein Wunsch, für den sie in ihrem Leben bereits Vorsorge getragen hatte: Ihre Urne wurde in der Nische ihres vorangegangenen Mannes Gustav Kutzer aufgenommen. xy

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