Bei Klausurtagung Investitionen für Haushaltsjahr beraten

von Redaktion

Gemeinderat Reichertsheim arbeitet noch Änderungen ein – Einwohnerzahlen nach Jahren angepasst

Reichertsheim – Der Reichertsheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung den Haushalt für dieses Jahr beschlossen. Da noch Änderungen einzuarbeiten sind, gab die Verwaltung keine Zahlen daraus bekannt. Erst wenn alles eingearbeitet sei, erklärte Bürgermeister Franz Stein (IG Ramsau) auf Nachfrage, würde man das veröffentlichen wollen.

Die Diskussion verlief unaufgeregt, das Interesse der Bürger daran war mit drei Zuhörern in der Sitzung überschaubar. Nach Mitarbeiterwechseln im Rathaus (wir berichteten) und ungeklärten Buchungen ist der Gemeinderat bemüht, wieder Ruhe ins Rathaus einkehren zu lassen.

Dem voran ging eine Klausur, an der „erfreulicherweise“, so Bürgermeister Franz Stein, alle Gemeinderäte teilgenommen haben. Es ging um festzulegende Investitionen für dieses Haushaltsjahr. Grundlage dafür war, dass das alte Jahr trotz der ungeklärten Buchungen als Nothaushalt abgeschlossen zu bezeichnen ist. An den Vorgängen werde noch weiter geforscht, doch seien die Summen festgestellt und hätten somit keinen Einfluss auf das laufende Jahr, fasste Bürgermeister Stein auf Nachfrage zusammen.

Die einstimmig beschlossenen Änderungen erklärten der Bürgermeister und die Mitarbeiter der Beratungsfirma hjs-consulting mit Jürgen Seifert und Cornelia Taubmann. Die Firma ist derzeit damit befasst, die Buchungen zu ordnen und neue Mitarbeiter in der Finanzverwaltung anzulernen. Das betraf als bedeutende Position vor allem die Rücklage der beiden Feuerwehren mit insgesamt 400000 Euro, für die sich Ratsmitglied Gerhard Landenhammer (IG Reichertsheim) eingesetzt hatte. Die verteilen sich auf 240000 Euro für Reichertsheim und 160000 Euro für Ramsau. Wichtig war das vor allem deshalb, weil jetzt ein neues Feuerwehrfahrzeug für Reichertsheim, ein HLF 10, angeschafft werden soll.

Taubmann berichtete über eine vorgefundene, überraschend hohe Rücklage in der Verwaltungsgemeinschaft „im sechsstelligen Bereich“. Daher sei entgegen der ursprünglichen Annahme dieses Jahr keine Erhöhung der VG-Umlage erforderlich. Eine Unsicherheit waren die Einwohnerzahlen, die seien seit Jahren nicht angepasst worden, doch nun sei auch das bereinigt. Zehn Prozent Steigerung seien aufgrund der Inflation eigentlich vorgesehen gewesen, das falle nun weg. Und: Immerhin fallen auch keine Investitionen in der Verwaltung an, denn die sei in einem „Tip-top-Zustand“. Genauer werde das aber voraussichtlich am 10. April bei der nächsten Sitzung des Gemeinderates festgelegt.

Reduziert wurden Kosten, bei denen absehbar sei, dass sie heuer nicht ausgeschöpft werden. Das betrifft Planungskosten und auch Grunderwerb. Der Straßenausbau in Thambach werde heuer ebenfalls von der Summe her nicht ausgeschöpft, ebenso das Starkregenmanagement und die Ertüchtigung der Thambacher Kläranlage.

Trotzdem laufe es auf eine Kreditaufnahme in Höhe von 400000 Euro hinaus. Die werde unter Umständen nicht in Anspruch genommen, erhalte aber in der Zukunft eine gewünschte Flexibilität, empfahl Jürgen Seifert. Karlheinz Günster

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