Babensham – Die Verabschiedung des Haushaltsplans gehört zur wichtigsten Aufgabe eines jeden Gemeinderats. In seiner jüngsten Sitzung hat das Babenshamer Gremium dem umfangreichen Zahlenwerk für das laufende Jahr seinen einstimmigen Segen gegeben. Bürgermeister Josef Huber wies dabei auf die Schwierigkeiten hin, mit denen die Gemeinde bei der Finanzierung und der Umsetzung der geplanten Maßnahmen zu kämpfen hat. Er sprach von „kostspieligen Angelegenheiten“, die in den nächsten Jahren anstehen würden. „Wir müssen schauen, wie wir uns finanziell auch wieder erholen oder weitere finanzielle Mittel generieren können“, sagte der Bürgermeister.
Er nannte die weiteren Belastungen durch den Neu- und Umbau des Kindergartens, den Anbau an das Feuerwehrgebäude in Titlmoos und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs für die dortige FFW sowie den Anbau beim Bauhof. Auch die Renovierung des Rathauses stehe an. Im Haushaltsplan gehe es allein um die Erfüllung der Pflichten der Gemeinde, „da ist keine Kür, kein Luxus drin“, sagte der Rathauschef.
Kreditaufnahmen
nicht vorgesehen
Kämmerer Thomas Gandl führte in seinem Vortrag aus, dass der Verwaltungshaushalt für 2024 auf 7,6 Millionen Euro (68,1 Prozent) festgesetzt werde, der Vermögenshaushalt auf 3,6 Millionen (31,9 Prozent), zusammen also 11,2 Millionen. Kreditaufnahmen seien nicht vorgesehen. Der Steuersatz für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe würde auf 350 von Hundert und für die Grundstücke ebenfalls auf 350 v. H. festgesetzt. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer gab Gandl mit einer Million Euro an, ein Plus in Höhe von rund 120000 Euro gegenüber 2023. Die Kreisumlage steigt allerdings auf fast zwei Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung geht von 1008 Euro auf 839 Euro zurück.
Zu den größten Investitionen gehören unter anderem die Anschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF) für die Freiwillige Feuerwehr Titlmoos (259000 Euro), der Anbau an das dortige Feuerwehrhaus soll 200000 Euro kosten. Weitere Zahlungen für Neubau/Umbau der Krippe und des Kindergartens schlagen mit 850000 Euro zu Buche, für Umbaumaßnahmen des Pfarrhauses, in das die Arztpraxis ziehen soll, sind 250000 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat billigte einstimmig den Finanzplan und das Investitionsprogramm für die Jahre bis 2027 sowie den Stellenplan für die Gemeinde.win