Isen – Der Isener Orstverschönerungsverein hat viel vor: Der geplante Heckenlehrpfad soll in diesem Jahr verwirklicht werden, hinzu kommt die Bepflanzung einer öffentlichen Schachanlage und weitere Aktionen, darunter der Gartlermarkt und ein Ferienprogramm. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung bekannt. Dazu begrüßte Vorsitzender Thomas Hiemer über 60 Mitglieder und weitere Gäste im Gasthof Klement. Es folgten Berichte der Schriftführerin Katharina Freudenthal und der Leiterin der Kindergruppe Anne-Marie Frick über das zurückliegende Vereinsjahr. Reinhold Krüger präsentierte den Kassenbericht und die beiden Kassenprüferinnen Rosi Deuschl und Maria Nussrainer bescheinigten, dass alles seine Ordnung hat. Die Besucher erfuhren von einem erfolgreichen Gartlermarkt im vergangenen Jahr, der auch heuer wieder geplant sei, der Übernahme und Pflege eines großen Insektenhotels, dem regelmäßigen Versand eines Newsletters und vor allem vom Faschingszug, bei dem der Verein bereits symbolisch mit einem Sarg zu Grabe getragen worden ist, sollte sich kein Vorsitzender finden. Das geschah dann doch glücklicherweise mit Thomas Hiemer und Andreas von der Weppen als dessen Vertreter. Im letzten November sind Frühblüher in der Gemeinde gepflanzt worden, 20000 Blumenzwiebeln an der Zahl, bei denen der Verein bittet, diese Blumen nicht zu pflücken, damit sie erhalten bleiben.
Ein größeres Thema ist der Heckenlehrpfad, bei dem sich der Verein der Unterstützung durch die Gemeinde versicherte und bei dem es jetzt auch eine Einigung mit den Anliegern gibt. Heuer soll er angelegt werden. Bei Märkten und Festen möchte sich der Verein ebenfalls beteiligen und für die Kinder wird wieder einiges auf die Beine gestellt, darunter ein größerer Ausflug. Bürgermeisterin Irmi Hiebler übernahm die Bitte um Entlastung des Vorstands, die auch einstimmig erfolgte. Ihr gefiel das Engagement des Vereins und auch der Schwung, mit dem er Aufgaben angehe.
Bei der Ehrung der langjährigen Mitglieder gab es Ehrennadeln und Urkunden für 15-, 25-, 40- und 50-jähriges Dabeisein. Sechs waren sogar 52 Jahren dabei und damit Wieder-Gründungsmitglieder. Goldene Nadeln mit Ehrenkranz und viel Applaus belohnte die Treue.
Einstimmig erfolgte die Anhebung der Beiträge von 8,50 auf zwölf Euro im Jahr für Erwachsene und auf sieben Euro für Kinder.
Anschließend erklärte die Vorsitzende des Kreisverbands, Brigitte Murla, die Idee des „conservation gardening“. Dieser Begriff meint den Schutz der Artenvielfalt. In diesem Bereich engagieren sich bereits viele Organisationen. Jede verfügbare Fläche sei zu nutzen und dabei autochthone Samen, also jene die heimisch sind, zu verwenden. Sie stellte zudem noch das bayerische Förderprogramm „Streuobst für alle“ vor. Ziel ist es dabei, miteinander eine Million Streuobstbäume zu pflanzen. Dabei lockt eine Förderung von 45 Euro je Baum. Ob sich der OVV dabei beteiligt, steht noch nicht fest. Dazu werden die Mitglieder befragt. Zum Thema Fledermäuse brachte Evelyn Ertel vom LBV den Besuchern umfangreiches Wissen näher. Vor den Tieren solle man keine Angst haben, sondern sich eher freuen und sie dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) melden.
Karl-Heinz Günster