Bassgesang und Cello ergänzen vielseitige Orgelklänge

von Redaktion

Benefiz-Kirchenkonzert in St. Wolfgang

Schönbrunn – Vom anhaltenden Regen war nichts zu hören, als die Klänge von Orgel, Cello und Gesang die Pfarrkirche St. Zeno in Schönbrunn erfüllten. Mit dem Einbau der neuen Orgel im vergangenen Jahr sei die Idee entstanden, die Klänge auch außerhalb des Gottesdienstes genießbar zu machen. Und so ermöglichte nun das Benefiz-Kirchenkonzert, dass die Besucher die „Königin der Instrumente“ mit Werken unter anderem von Johann Sebastian Bach, César Franck, Marcel Dupré oder Johann Ernst Galliard zu hören bekamen. Auch Landrat Martin Bayerstorfer und Altbürgermeister Jakob Schwimmer kamen in den Ortsteil, um St. Wolfgangs Pfarrer Martin Ringhof singen zu hören. Sein Bass-Gesang ergänzte das Zusammenspiel der vielseitigen Orgelklänge von Michael Konsek und die filigranen Cello-Melodien von Angela Simons.

Für einen beschwingten Start sorgte die „Sonate Nr. 3“ von Johann Ernst Gillard, mit dem Cello und Orgel in das Konzert einleiteten. Anschließend richteten sich „Vergin, tutto amor“ von Francesco Durante und „Ave maria“ von William Gomez an die Jungfrau Maria. Bei diesen dramatischen und emotionalen Stücken hallte zudem der operngleiche Gesang durch die Kirche. Mit der „Triosonate Es-Dur“ präsentierte der Organist ein verspieltes, harmonisches Solo von Johann Sebastian Bach. Ihre Fingerfertigkeit zeigte die Cellistin mit dem Prelude und der Courante aus der „1. Suite“ desselben Komponisten. Sphärische Klänge erfüllten die Kirche beim Stück „Legende“ von Marcel Dupre mit Cello und Orgel, anschließend setzte der Gesang wieder mit ein bei „Panis angelicus“ von Cesar Franck.

Intensive Klänge, aus denen trotzdem eine gewisse Verspieltheit herauszuhören war, gab es bei der „Fantasie und Fuge g-Moll“ von Johann Sebastian Bach. Die Sehnsucht nach Sonne weckte das Cello-Solo „Spanische Fantasie“ von Gabriel Koeppen. Zum Abschluss musizierten die drei Musikanten noch einmal gemeinsam mit „Quia fecit mihi magna“ aus dem Magnificat von Johann Sebastian Bach, bevor der anhaltende Applaus nach zwei Zugaben verlangte. Mit dem beschwingten Stück „Wild Cherries“ von Ted Snyder verabschiedeten die Musikanten die zahlreichen Gäste.

Kirchenpfleger Anton Daumoser betonte, welches Glück die Pfarrei gehabt habe, um dieses Konzert möglich zu machen. Allein um die großzügigen Spender und den Orgelbauer zu finden, genauso wie die drei Musikanten. Auch dass so viele Besucher da waren, bezeichnete er als großes Glück, und blickte erfreut auf die voll besetzten Kirchenbänke und Stühle. „Nehmt ein bisschen Glück mit heim“, wünschte er allen und lud auf ein geselliges Beisammensein mit Brotzeit ins Vereinsstüberl ein. Die abschließend gesammelten Spenden helfen bei der Finanzierung der Orgel. jof

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