„Stiftung Attl“ feierlich präsentiert

von Redaktion

Buch über 150-jähriges Bestehen ist kostenlos erhältlich

Wasserburg/Attel – Mit einer feierlichen Präsentation wurde das Buch „Stiftung Attl – 1873 – 2023“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Ins voll besetzte Brauhaus war auch Lokalprominenz gekommen, unter anderem der stellvertretende Landrat Josef Huber und der Zweite Bürgermeister von Wasserburg, Werner Gartner, sowie Sepp Reithmeier, Vorsitzender der lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer Seenplatte und Bürgermeister von Pittenhart, und Johann Kölbl, LEADER-Koordinator am Amt für Ernährung und Landwirtschaft in Rosenheim. Nicht zuletzt durch die Förderung von LEADER – vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums – konnte auch das Buchprojekt realisiert werden.

Aus der Festschrift
wurde ein Buch

Es schließt die Feierlichkeiten zum 150-Jubiläum der Stiftung Attl ab. Das „Trio Tonale“ lockerte die Festatmosphäre mit beschwingten Jazzklängen auf. Von der ursprünglichen Idee einer Festschrift kam der damalige Vorstand Franz Hartl vor drei Jahren schnell zu einem Buchprojekt. In ihren Reden erinnerten Vorstand Jonas Glonnegger, Frater Rudolf Knopp, Provinzial der Barmherzigen Brüder Bayern, und Autor Reinhard Kreitmair an die Bedeutung einer erstmaligen Aufarbeitung historischer Quellen für die Stiftung. Zumal diese vor allem für die Anfangsjahre sehr verstreut lagern und sich oft nur auf Listen, Briefe oder Pläne beschränken. „Wir wären heute nicht hier, wenn nicht die Barmherzigen Brüder zuvor die Stiftung gegründet hätten und ihrer Berufung folgend Hand angelegt hätten“, erinnerte Jonas Glonnegger. Das meinte er ganz wörtlich, denn der Orden hat nicht nur Menschen mit einer Behinderung aufgenommen und umsorgt, sondern auch schrittweise den Ortsteil Attel zu dem auf- und ausgebaut, wie wir ihn heute kennen. Insgesamt haben die Ordensbrüder die Stiftung 98 Jahre lang durch bewegte Zeiten geleitet, zu denen auch der Erste und der Zweite Weltkrieg gehörten. „Heute dürfen wir in der Vorstandschaft dieses Erbe fortführen,“ so Glonnegger.

Dankbar zeigte sich auch Provinzial Knopp, dass Autor Reinhard Kreitmair dieses Projekt mit so viel Umsicht realisiert habe. „Das Buch stellt einen geschichtlichen Kontext her, in dem die Zahlen, Fakten und Ereignisse bewertet werden.“ Besonders hervor hob Knopp die vielen Postkarten aus der Sammlung von Anton Probst, mit denen das Buch die vergangene Zeit nahbarer macht und indem Kreitmair Menschen zu Wort kommen lässt. Knopp betonte: „Trotz der Höhen und Tiefen in der langen Geschichte der Stiftung Attl haben die Leiter immer wieder die Kurve genommen zum Besseren und zum Wohle der Menschen, die in der Stiftung Attl betreut werden.“ Und er mahnte: „In Zeiten der Krise ist diese Personengruppe in unserer Gesellschaft auch heute noch besonders gefährdet.“ Der Termin zur Präsentation sei laut Knopp auf Einstimmung auf den folgenden 8. März in doppelter Hinsicht gut gewählt gewesen: Zum einen sei der 8. März der Gedenktag von Johannes von Gott, dem Ordensgründer der Barmherzigen Brüder. Und zum anderen erinnere der Weltfrauentag am 8. März daran, dass Frauen für Attl schon immer eine wichtige Arbeit leisteten – meistens arbeiteten mehr Frauen als Männer in der Stiftung, so ist es auch heute. „Attl wurde von Menschen gemacht, und nichts daran ist selbstverständlich“, betonte auch Autor Reinhard Kreitmair in seinem Vortrag. Er nannte seine Arbeit faktenbasiert mit wissenschaftlichen Grundlagen: „Alles ist überprüf- und hinterfragbar“ und könne von künftigen Historikern in einer Chronik zur 200-jährigen Geschichte fortgeschrieben werden.

Freundliche Resonanz
von Mitarbeitern

Sichtlich bewegt reagierte schließlich Jonas Glonnegger, als Kreitmair auf den „Attler Geist“ zu sprechen kam, den der Autor er während seiner Besuche in der Stiftung erleben durfte.

Der wertschätzende Umgang und die freundliche Resonanz auch von den vielen Mitarbeitenden, die den Historiker bei seiner Arbeit unterstützten, allen voran Andreas Lipp, Markus Dullinger, Erika Dumler, Viktoria Plank, Michael Wagner sowie der Vorstand, hätten ihn für andere Arbeitgeber „versaut“, wie er scherzhaft sagte. Der Autor siginierte noch etwa 100 Bücher für die Gäste. Das Buch „Die Stiftung Attl 1873-2023“ ist kostenlos über das Vorstandsbüro erhältlich. Ansprechperson hierfür ist Anna-Lena Springer, erreichbar unter der Telefonnummer 08071/ 102104 oder per E-Mail unter anna-lena.springer@stiftung.attl.de. re

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