Über 4000 Stunden geleistet

von Redaktion

Jahresversammlung der Feuerwehr Griesstätt – Resümee des vergangenen Jahres

Griesstätt – Nach einem Gedenkgottesdienst fand jüngst die Jahresversammlung der Feuerwehr Griesstätt im voll besetzten Feuerwehrhaus statt. Der Vereinsvorsitzende, Alex Maier, begrüßte die zahlreichen anwesenden Mitglieder, Ehrengäste und Vertreter der Gemeinde und blickte nach einem kurzen Gedenken an die im Jahr 2024 Verstorbenen auf ein Jahr voller Herausforderungen und Erfolge zurück.

Rückblick auf das
vergangene Jahr

Die Aktivitäten im vergangenen Jahr erstreckten sich vom Mitgestalten des Ferienprogramms, gemeinsamen Ausflügen und tatkräftiger Unterstützung der örtlichen Vereine, Mitwirken bei der Dorfweihnacht und eigenen Veranstaltungen wie das beliebte Gartenfest sowie für das „Dorffest 1100 Jahre Griesstätt“.

Aber auch dieses Jahr hält einiges bereit: Besonders die anstehenden Jubiläen der Nachbarfeuerwehren sind ein terminlicher Fixpunkt. „Es ist wichtig, die Gemeinschaft zu stärken und den Austausch mit anderen Feuerwehren zu pflegen“, betonte Maier. Die Feuerwehr Griesstätt war nicht nur herzlicher Gastgeber beim Gartenfest oder der Dorfweihnacht, sondern – wenn’s möglich ist – auch aktiver Teilnehmer an verschiedenen Festen der Wehren in der Nachbarschaft, was den Zusammenhalt untereinander erhält, stärkt und fördert.

Kommandant Georg Weiderer ging in seinem Rückblick auf die Einsätze des Jahres 2024 ein, das von extremen Wetterereignissen geprägt war. Die Monate Mai und Juni, vor allem aber die Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2024, werden den Feuerwehrleuten noch lange in Erinnerung bleiben. An diesem Tag zog ein schweres Unwetter über die Region Rott und Griesstätt und sorgte für zahlreiche Einsätze. Überflutete Keller, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude forderten die Einsatzkräfte.

„Wir waren die ganze Nacht mit allen Einsatzkräften im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen und den Bürgern bestmöglich zu helfen“, berichtete Weiderer. Die Feuerwehr Griesstätt arbeitete eng mit den umliegenden Feuerwehren zusammen, um die Situation schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen.

Durch den unermüdlichen und professionellen Einsatz der Feuerwehrleute konnte oft Schlimmeres verhindert werden. Es gab aber auch tragische Ereignisse zu berichten, bei denen leider auch Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen. Die Nachsorge und die Kameradschaft helfen, auch diese belastenden Situationen zu verarbeiten. So wurden über 4000 Stunden geleistet, davon über 40 Prozent für Einsätze bei insgesamt 82 Einsätzen im Jahr 2024. Die Jugendarbeit und Ausbildung nehmen die restliche Zeit in Anspruch. „Die zeitliche Investition in Nachwuchs und Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft unserer Wehr“, bedankte sich Weiderer besonders bei den Ausbildern und Jugendwarten.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda sind die bereits laufenden Vorbereitungen für das 155-jährige Gründungsfest, das vom 3. bis 8. Juni 2026 gefeiert werden soll. Die Planungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren. „Wir wollen ein unvergessliches Fest auf die Beine stellen, das der langen Tradition unserer Feuerwehr gerecht wird“, so Josef Linner, Leiter des Festausschusses.

Geplant sind unter anderem ein großer Festumzug, Musik und Kabarett, kulinarische Schmankerl von süß bis deftig sowie ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt. Die Vorfreude auf das Jubiläum ist bereits spürbar und die Mitglieder sind motiviert, ihren Beitrag zur Festwoche zu leisten – dafür gab es gleich für alle T-Shirts mit Logo-Aufdruck, die ab sofort auch außerhalb von Griesstätt für das Fest werben sollen.

Kreisbrandinspektor Stephan Hangl gab einen kurzen Sachstandsbericht zur Digitalisierung, insbesondere der Meldeempfänger, deren flächendeckender Einsatz noch einige technische Hürden vor sich hat. Darüber hinaus ist der Ausbildungsstand der Feuerwehren im Landkreis weiterhin auf einem erfreulich hohen Niveau und übertrifft sogar die Zahl der Lehrgangsteilnehmer an der Feuerwehrschule in Geretsried im gleichen Zeitraum. Aus- und Weiterbildungsangebote bleiben ein zentrales Thema in der Zusammenarbeit zwischen Inspektion und den Wehren im Landkreis.

Unterstützung
durch die Gemeinde

Abschließend dankte Bürgermeister Robert Aßmus allen Mitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement im vergangenen Jahr. „Ohne eure Unterstützung könnten wir unsere Aufgaben nicht so erfolgreich bewältigen“, so Aßmus.

Aber auch umgekehrt könne die Feuerwehr auf die Fürsprache und Unterstützung der Gemeinde zählen. Sie habe immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr Griesstätt.

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