Mühldorf – 64 Einsätze mit rund 700 Arbeitsstunden: Das ist die Bilanz der Feuerwehr Altmühldorf für 2024. Wie aus dem Bericht von Kommandant Thomas Mertl bei der Jahresversammlung im Hotel Bastei hervorging, verfügt die Wehr über 40 Aktive, darunter 14 Atemschutzgeräteträger, vier weitere kämen heuer noch dazu. Die Zahl der Einsätze sei gegenüber 2023 zwar um 37 zurückgegangen, die geleisteten Arbeitsstunden seien aber gleich geblieben, so Mertl. Gefordert war die Wehr unter anderem bei zehn Bränden, acht Unfällen, drei Tierrettungen und vier ABC-Einsätzen. Sechs Personen seien bei den Einsätzen gerettet worden.
Ein weiterer Überblick Mertls galt den Übungen und Lehrgängen. Als besonderen Einsatz erwähnte Mertl die Unterstützung bei der Hochwasserflut in Reichertshofen und Manching. Sechs Aktive der Altmühldorfer Wehr wurden mit Fluthelfernadeln des Freistaats ausgezeichnet. Vorsitzender Stefan Lasner gab einen Mitgliederstand der Wehr von 187 Personen bekannt, darunter 16 Ehrenmitglieder, neun Jugendliche, zwölf Passive und 110 Fördermitglieder. Sein Rückblick galt den gesellschaftlichen Veranstaltungen. Für dieses Jahr kündigte er das Starkbierfest für 22. März und das Sommerfest für 2. August an. Stellvertretender Kommandant Benjamin Bliemhuber präsentierte ein Organigramm der Wehr, in dem der Aufbau der Fachbereiche mit den jeweiligen Zuständigkeiten dargestellt war. Mit dieser Umstrukturierung, so Kreisbrandrat Harald Lechertshuber, sollen die Aufgaben in der Wehr auf mehrere Schultern verteilt werden. Mit dem Zuwachs bei Atemschutzgeräteträgern und Jugendlichen sah Lechertshuber die Wehr gut aufgestellt.
Jugendwart Fabian Raschke gab einen kurzen Überblick über die Aktivitäten des Nachwuchses.
Der Kassenbericht von Thomas Dresl wies Einnahmen von 4518 Euro und Ausgaben von 3380 Euro aus. Die Einnahmen setzen sich aus rund 2500 Euro an Jahresbeiträgen und Spenden und rund 2000 Euro an Erlösen aus Veranstaltungen zusammen. Bei den Ausgaben schlugen die Jugendarbeit mit etwa 1500 Euro, Ausrüstung und Ausbildung mit etwa 1000 Euro sowie Jubiläen und Ehrungen mit etwa 800 Euro zu Buche. Nach dem Revisionsbericht von Hermann Schmid wurde die Vorstandschaft entlastet. Bürgermeister Michael Hetzl lobte die Wehr für ihren ehrenamtlichen Dienst sowie ihren Einsatz für das Vereinsleben und sagte weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Dem schloss sich stellvertretende Landrätin Ilse Preisinger-Sontag an. Sie bilanzierte für den Landkreis im vergangenen Jahr rund 1300 Einsätze. Der Kreis verfüge über 72 freiwillige Feuerwehren und eine Werksfeuerwehr, 2807 Aktive, 802 Jugendliche sowie 191 Fahrzeuge im Feuerwehrwesen. 140 Kräfte aus dem Landkreis seien im vergangenen Jahr in Hochwasserregionen im Einsatz gewesen. Ihre Kritik galt den Angriffen auf Einsatzkräfte. Dies sei inakzeptabel und müsse strafrechtlich verfolgt werden.baf