Maitenbeth – Seine Frau Renilde fand für das turbulente und bewegte Leben ihres Ehemanns Josef Grandl, der jetzt bei bester Gesundheit und Frische seinen 80. Geburtstag feiern konnte, die wohl treffendsten Worte, als sie sagte: „Wann warst du eigentlich mal zu Hause, wenn ich so zurückdenke.“ Sepp Grandl wurde am 23. Mai 1945 in Maitenbeth/ Weinhub geboren, ist dort zusammen mit drei Schwestern und drei Brüdern auch aufgewachsen und in Rechtmehring zur Schule gegangen. Anschließend besuchte er die Landwirtschaftliche Schule in Haag und hat auf dem elterlichen Anwesen und bei benachbarten Bauern in der Landwirtschaft mitgearbeitet. 1964 wurde er beim damaligen Lagerhaus der Raiffeisenbank in Maitenbeth/Thal eingestellt und war dort 41 Jahre in Vollzeit beschäftigt, nach dem Renteneintritt im Jahr 2005 noch fünf Jahre in Teilzeit. 2017 half er zunächst ein Jahr im Wertstoffhof der Gemeinde Maitenbeth aus, seit 2018 ist er bis zum heutigen Tag dort zu den Öffnungszeiten fest beschäftigt. Beim Theaterspielen lernte er 1966 seine spätere Ehefrau Renilde kennen. Sie spielte beim damaligen Burschenverein Maitenbeth und er beim Burschenverein Rechtmehring. „Dass wir da damals zusammengefunden haben, hat sich einfach irgendwie ergeben, wie das Ganze im Einzelnen passiert ist, wissen wir heute gar nicht mehr so genau“, erzählt der Jubilar. Zwei Jahre später wurde in Maitenbeth geheiratet, gefeiert wurde im Gasthaus Boschner. Sie sind im Goller-Anwesen in Maitenbeth/Lacken eingezogen, wo sie heute noch wohnen, und haben dieses die nächsten Jahre nach und nach um- und ausgebaut. Aus der Ehe sind zwei Söhne hervorgegangen, zwei Enkelkinder folgten. Sepp Grand ist seit vielen Jahren Mitglied beim FC Maitenbeth, war 30 Jahre als Maschinist bei der Feuerwehr tätig, 18 Jahre Vorstand beim Gartenbauverein, 16 Jahre im Pfarrgemeinderat, zwölf Jahre in der Kirchenverwaltung, mehrere Jahre im Vorstand des ehemaligen Wandervereins und über 60 Jahre aktives und passives Mitglied beim Schützenverein Hubertus Brandstätt.
Zu seinen Hobbys hat immer das Schafkopfen gezählt. Noch heute spielt er regelmäßig zweimal die Woche in Brandstätt und es muss schon etwas Außergewöhnliches anstehen, wenn er da mal einen Tag ausfallen lassen muss. Früher hat er beim Schützenstammtisch in Brandstätt auch gerne mal ein Lied mitangestimmt. Mit seiner Frau ist er immer gerne und viel spazieren gegangen, sowohl in der heimischen Umgebung, aber auch in den Bergen von Lofer oder der Wildschönau. Er hatte auch schon immer einen „Grünen Daumen“ und sich dazu ein großes Gewächshaus zugelegt, das er mit Freude und Begeisterung bewirtschaftet. Ausgiebig gefeiert wurde der runde Geburtstag mit der Familie, der Verwandtschaft und dem Freundeskreis in der Staudenalm. rl