Amerang – Die Gemeinde Amerang unternimmt einen weiteren Anlauf beim Breitbandausbau im Gemeindegebiet. Nachdem im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms insgesamt 276 Adressen mit Breitband versorgt wurden, will die Gemeinde im Rahmen des Graue-Flecken-Programms nachlegen.
Um Fördermittel zu erhalten, braucht es ein Markterkundungsverfahren. Die Gemeinde hat dazu ein Fachbüro beauftragt. Das Ergebnis wurde nun im Gemeinderat vorgestellt.
Demnach ist ein Versorgungsgrad mit 1000 Mbit/s für insgesamt 1300 Adressen im Gemeindegebiet anvisiert. 540 Adressen im Ortskern sind von Vodafone versorgt. Sie waren bisher nicht förderfähig. Highspeed-Internet der Telekom haben bisher 410 Adressen. Damit blieben noch 360 Adressen im Gemeindebereich förderfähig. 17 Adressen befinden sich auch im Ortsbereich von Amerang.
Im durchgeführten Markterkundungsverfahren äußerten die Netzbetreiber Deutsche Telekom und Vodafone, dass derzeit kein eigenwirtschaftlicher Ausbau verbindlich geplant ist. Unabhängig davon hat die Deutsche Telekom in einer Absichtserklärung bereits vergangenes Jahr erklärt, dass der Ortsbereich Amerang Ende 2026 mit Glasfaser ausgebaut werden soll.
In der Abwägung über den weiteren Ausbau sei zu berücksichtigen, dass die Bereiche für den eigenwirtschaftlichen Ausbau und die noch nicht erschlossenen Grundstücke im Hauptort nicht deckungsgleich seien, so das Fachbüro. Gleichzeitig sei es nicht möglich, nur einzelne Adressen aus dem Förderbereich zu entnehmen, sondern nur vollständige Ortsteile. Das Fachbüro schlug daher vor, alle ausbaubaren Adressen inklusive des Ortsbereichs in das Förderverfahren mit aufzunehmen. Anhand der Ist-Situation scheinen die Voraussetzungen vorzuliegen, um eine Förderung zu erhalten. „Ob dies auch für den aktuellen Förderaufruf gilt, ist unsicher“, so der Planer.
Für den Gesamtausbau schätzt das Büro einen Kostenrahmen von 2340000 bis 3060000 Euro. Die Förderung (kombinierte Bundes- und Landesmittel) liegt bei 90 Prozent der Kosten. Der Gemeinde verbliebe damit ein Eigenanteil zwischen 234000 und 306000 Euro, der aufgrund der voraussichtlichen Realisierung erst in einigen Jahren fällig würde.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Glasfaserausbau nach dem Graue-Flecken-Programm aus. ca