Langes Festwochenende steht bevor

von Redaktion

Halbzeitbilanz beim Haager Herbstfest – Festwirte meistern Premiere

Haag – Das erste Wochenende vom Haager Herbstfest ist geschafft und das zweite steht vor der Tür. Zeit nachzufragen, wie es bisher gelaufen ist.

Premiere mit Bravour gemeistert, lautet das erste Fazit der „Newcomer“ auf dem Haager Herbstfest. Die Festwirte Simon Felber und Dominik Wright sind mit dem Bräustüberl Festzelt erstmals dabei. Ihr Zelt ist nach eigenen Angaben jeden Tag voll besetzt.

„Wir waren supernervös, wie alles läuft“, räumt Simon Felber ein. Dann aber „war alles voll, das ganze Wochenende“. Auch sein Festwirtpartner hatte Lampenfieber. Erstmals in seinem Leben stand Dominik Wright auf einer Bühne vor großem Publikum und war froh, als er wieder unten war: „Ich hab dann gleich meine Kochjacke wieder angezogen“, sagt er.

Chefs stehen
selbst in der Küche

In der Küche stehen die beiden Chefs nämlich persönlich von morgens bis in die Nacht. Lois Unertl vom Haager Weißbäu ist höchst zufrieden mit den Newcomern. Sie überzeugen seiner Erfahrung nach durch ihr Engagement: „Die stehen persönlich in der Küche, das schafft Vertrauen.“ Daneben freut ihn, dass sie die Schenke mit den Holzfässern wieder ins Zelt geholt haben.

Auch Bauers Café und Weinstadl ist laut Festwirtin Petra Bauer-Würdinger bisher gut besucht gewesen. Besonders das Wochenende und der Austro-Pop-Abend seien ein Erfolg gewesen. „Die Stimmung ist gut und die Gäste sind top“, sagt sie. Auch das kühle Wetter konnte bisher das Fest nicht trüben.

Bei Sonnenschein hätten sich viele in den Biergarten gesetzt. Bauer-Würdinger freut sich nun auf das zweite Wochenende. Gut gelaufen sei es auch im Zeilingers Festzelt. „Das Wochenende war gut besucht. Nur der Montag und Dienstag waren etwas ruhiger“, sagt Festwirt Herbert Zeilinger. Das sei jedoch normal. Für das durch den Feiertag verlängerte Wochenende erhofft sich Zeilinger nochmal einen „richtigen Schub“. An Haag schätzt Zeilinger, dass es ein „schönes, regionales und gemütliches Fest“ ist.

Deswegen wünscht er sich auch vonseiten der Behörden mehr Entgegenkommen in Sachen Bürokratie. Da es sich in Haag eben um ein kleineres Volksfest handelt, sollten hier laut Zeilinger nicht dieselben Vorlagen gelten wie bei größeren Festen, beanstandet er. Die Festwirte müssten im Vorhinein bereits viel Geld in die Hand nehmen, um das Fest überhaupt stemmen zu können, sagt Zeilinger. Behörden sollten vergangene Jahre als Referenz für die Auflagen für das Volksfest heranziehen und sie je nach Größe und der Situation vor Ort anpassen, schlägt Zeilinger vor.

Herbstfestchef Manuel Scheyerl hebt hervor, dass alle Festwirte aus Haag kommen und nicht von woanders hergeholt worden sind. „Das macht das Herbstfest aus“, so Scheyerl. Für das verlängerte Wochenende bietet das Programm nochmal für jeden Geschmack etwas. Von Stadlparty, Wiesn-Stimmung und Party bis Schafkopfturnier und ein Restl-Essen.

Polizei spricht
ebenfalls von Erfolg

So stimmen sich die Festwirte auf das letzte Wochenende des Haager Herbstfestes ein. Aus polizeilicher Sicht war das Fest bisher erfolgreich, erklärt Polizeihauptkommissarin Franziska Stangl. Denn mit Stand Mittwochnachmittag hatten die Beamten nur zwei Strafanzeigen gestellt. Einmal ist es laut Stangl zu einer Körperverletzung gekommen. Das andere Mal hätten die Beamten ein Messer, einen sogenannten Hirschfänger, gefunden. Da das Tragen von Messern auf Volksfesten verboten ist, kam es hier zu einer Anzeige gegen Unbekannt.

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