Schützen stehen Investitionen bevor

von Redaktion

Jahresversammlung der Schonstetter Schlossschützen

Schonstett – Als er letztes Jahr das Amt des Schützenmeisters übernahm, habe er sich die Sache leichter vorgestellt, so Josef Bichler in der Jahresversammlung des Vereins im Gasthaus „Zur Post“. Die umfangreichen Aufgaben benötigen doch mehr Zeit und Arbeit als gedacht. Auch sei er unter dem Motto an das Amt herangegangen: „heraus aus dem Keller – mehr in die Öffentlichkeit“. Die Umsetzung sei jedoch bisher noch nicht so gelungen, wie er sich das vorstelle.

Gute Beteiligung
am Gauschießen

Sehr zufrieden äußerte sich Bichler über die Beteiligung am Gauschießen mit Luftgewehr und Luftpistole, am Zimmerstutzengauschießen sowie beim Gemeindepokalschießen. Bei den zwei Busfahrten in das Herbstfest wären mehr Mitfahrer wünschenswert gewesen. Die Christbaumversteigerung war zwar finanziell gesehen ein Erfolg, jedoch von der Besucherzahl ausbaufähig. Auch finanziell muss sich der Verein anders aufstellen, da nun nach Ablauf des Erbpachtvertrages Miete für das Schützenheim anfällt, wenn der Betrag auch sehr moderat ausfällt.

20 Kinder beim
Ferienprogramm

Kritisch äußerte sich Bichler zur Beteiligung an den 24 Schießabenden. Hier appellierte er an die Aktiven, sich wieder am Freitag Zeit zu nehmen – dies fördere auch die Geselligkeit. Zweite Schützenmeisterin Bianca Murner lobte die Trainingsbeteiligung der Jungschützen sowie die tolle Arbeit der Trainer und Jugendleiter. Rekordverdächtig war die Beteiligung von annähernd 20 Kindern beim Ferienprogramm des Vereins.

Sportlich lief es nicht so gut wie in den Vorjahren, so Sportleiter Georg Murner. Im Rundenwettkampf mit dem Luftgewehr stieg die Mannschaft ab und wird dieses Jahr in der Gauklasse antreten. Bereits in den Vorjahren war man diesem Szenario nur knapp entgangen. Dagegen läuft es bei den Luftpistolenschützen gut – sie belegten den zweiten Platz in der Gauklasse. Sehr zufrieden äußerte sich Murner zu den Ergebnissen beim Gauschießen mit dem Zimmerstutzen – zweiter Platz in der Mannschaftswertung, dazu dritte Plätze bei der Gauscheibe sowie Meister A, B und D durch Martin Voggenauer, Andrea Angerer und Christian Stocker und dann noch dritter bei der Meistbeteiligung. Beim Gemeindepokalschießen in Höslwang musste man „Eintracht“ Halfing den Vortritt lassen und belegte Rang zwei. Siege gab es dabei von Johannes Seitz in der Schützenklasse, von Elin Schopka bei den Schülern und Magdalena Seitz gewann die Punktwertung.

Zweiter Platz
mit der Luftpistole

Einen sensationellen zweiten Platz holten die Luftpistolenschützen beim Gauschießen in Schönbrunn in der Mannschaftswertung. Siege holten in der Einzelmeisterwertung Martin Voggenauer mit dem Luftgewehr Auflage sowie Johannes Seitz mit der Luftpistole. Für die oberbayerische Meisterschaft in Hochbrück qualifizierten sich Magdalena Seitz sowie Milena Murner mit dem Luftgewehr sowie Gerhard Gottwald, Erich Böck und Georg Murner mit dem Kleinkaliber 100 Meter als Sieger bei der Gaumeisterschaft. Dabei holte Gerhard einen beachtlichen vierten Platz. Zur bayerischen Meisterschaft haben es nur Gottwald und Murner geschafft.

Beliebtes
Böllerschießen

Das Böllerschießen wird im Verein immer beliebter. Inzwischen verfügen etwa 27 Männer und Frauen über die Berechtigung dafür, so Schussmeister Konrad Hainzl in seinem Bericht. Insgesamt nahmen die Schützen an 24 Veranstaltungen teil. Höhepunkte sind jedes Jahr das Christkindlanschießen am Heiligen Abend sowie das Neujahrsschießen. Beim Gauböllertreffen in Happing sowie dem Bezirksböllerschützentreffen in Seeon hätte Hainzl sich eine bessere Beteiligung gewünscht. Schriftführer Erich Böck informierte über die gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres. Dazu gehörten neben dem Christbaumkugelschießen das Er- und Sie-Schießen sowie das Kettenschießen. Volles Haus hatte man beim Kabarettabend mit dem Binser.

Finanziell steht der Verein sehr gut da, so Kassenwart Harald Frank. Jedoch stehen in nächster Zeit erhebliche Investitionen an. Die Vereinsgewehre kommen in die Jahre und Ersatz sei sehr teuer. Allein ein Luftgewehr koste in der einfachen Ausführung etwa 2500 Euro.

Verdienste
um den Verein

Kassenprüfer Rupert Liegl bestätigte die einwandfreie Führung, die Entlastung war Formsache. Anschließend stimmte die Versammlung dem Vorschlag des Vorstands zur Ernennung von Martin Voggenauer zum Ehrenschützenmeister der Schlossschützen zu.

In seine 30-jährige Amtszeit als Schützenmeister fielen so wichtige Entscheidungen wie der Neubau des Schützenheims, das Maibaumaufstellen, die Renovierung der drei Vereinsfahnen, das Gauschießen, die Umrüstung auf elektronische Schießstände und vieles mehr, so Bichler in seiner Laudatio. Bürgermeister Paul Dirnecker gratulierte Voggenauer zur Ernennung und dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit sowie für die Beteiligung am Ferienprogramm. mv

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