Soyen – „Jeder Tag ist anders“, das ist es, was Thomas Weber so gut an seiner Arbeit als Soyener Bürgermeister gefällt. Und das ist auch einer der Gründe, warum er sich um eine zweite Amtszeit bewirbt.
Außerdem: Es gebe viel zu gestalten und zu verbessern, das sei ein laufender Prozess, den er gerne weiterführen möchte. „Kein Beruf ist so vielseitig“, fasst der 50-Jährige für sich zusammen. Das sieht er nicht als Nachteil, denn in dieser Position dürfe man sich mit nahezu allem befassen, was Menschen in Soyen umtreibt.
Dass er dabei auf der Straße angesprochen wird, ist für ihn normal. Dabei gehe es nicht darum, alle zufriedenzustellen, sondern erst einmal zuzuhören und nach Lösungen zu suchen.
Aktuell laufen viele Projekte, angefangen von der Dorferneuerung, dem Breitbandausbau, der Verbesserung des Bahn-Angebots bis hin zur Ausweisung von Baugebieten.
Vieles sei begonnen, so Thomas Weber. Sagen die Wähler im März Ja zu ihm, sei es für ihn eine Verpflichtung, dies weiterzuführen. Die aktuellen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Höhen und Tiefen mit einem wachsenden Bürokratismus sieht er als Herausforderung. Hinzu komme die Besonderheit, dass in der Kommunalpolitik schnelle Entscheidungen selten seien, da dürfe man stets längerfristig denken. Dabei komme ihm diese hauptamtliche Stelle entgegen, denn mit einem 15-Millionen-Euro-Gesamthaushalt, nahezu 40 Mitarbeitern bei rund 3000 Einwohnern sei das sonst nicht zu schaffen, weiß der gelernte Elektrotechniker.
Seinen Arbeitstag im Rathaus beginnt er oft bereits um 6.30 Uhr. Bisher sei er bei seiner Arbeit nicht an seine Grenzen gestoßen, „aber ich erkenne sie“. Seine eigenen Erwartungen an das Amt haben sich bisher erfüllt.
Durch seine frühere Zeit als Gemeinderat und als Dritter Bürgermeister hatte der 50-Jährige bereits zu Beginn seiner Amtszeit vor fünf Jahren eine Vorstellung davon, was ihn erwartet. Corona habe aber auch ihn überrascht. Zum Start der Amtsperiode waren Maßnahmen gegen die Pandemie umzusetzen. Da gab es Vieles zu koordinieren und zu dokumentieren.
Der Krieg in der Ukraine brachte eine Zunahme an Flüchtlingsfamilien mit sich, deren Buben und Mädchen in Schule und Kindergarten unterzubringen waren. Stolz könne die Gemeinde auf vieles sein, darunter die moderne Wasserversorgung samt Verbund mit den Nachbarn und die Verfügbarkeit von Glasfaser. Das brachte eine Auszeichnung durch das Landesamt für Digitalisierung und landkreisweit den zweiten Platz mit sich. Absehbar sind der Ausbau von Kindergarten und Schule.
Für den künftigen Gemeinderat wünscht er sich Vertreter unterschiedlicher Berufsgruppen. Unterstützung erhält Thomas Weber von seiner Familie. Vor allem ist seine Tochter angesichts der Möglichkeiten, Einfluss auf die gemeindliche Entwicklung zu nehmen, ziemlich stolz auf ihn, erzählt Weber.kg