Stimmungsbarometer klettert ganz nach oben

von Redaktion

„Wieder im Aufwind“ – Haager sehen Herbstfest wieder als ihr Fest

Haag – Vor dem großen Finale kletterte das Stimmungsbarometer auf dem Haager Herbstfest ganz nach oben. Schausteller, Gäste, Wirte und Organisatoren erlebten sehr gut besuchte letzte Tage und trotz des am Wochenende eher schlechten Wetters einen tollen Endspurt. Nur das Feuerwerk musste ausfallen: Es war zu windig.

Friedliche Wiesn:
Nur eine Anzeige

Auch die Polizeibilanz zeigte, wie gut es gelaufen ist: kaum Vorkommnisse. Es gab laut Polizeiinspektion Waldkraiburg nur eine Anzeige wegen Körperverletzung. Bei der Auseinandersetzung waren zwei Personen beteiligt und die Situation konnte vor Ort schnell geklärt werden, hieß es. Außerdem gab es eine Person, die partout ihrem Platzverweis nicht nachkam und in Gewahrsam genommen werden musste. Eine friedliche Wiesn also, bei der an den Wochenenden zusätzliche Polizeikräfte vor Ort bereitgestellt waren. Dies wurde von vielen Besuchern positiv aufgenommen, so die Beamten. Höhepunkte waren auch in diesem Jahr der Seniorennachmittag, mit 1000 Besuchern, der Kindertag, der Tag der Tradition und die Dirndlversteigerung. Dicht gedrängt füllten Groß und Klein zum Kindertag den Vergnügungspark und nutzten die verbilligten Preise. Im Bräustüberl-Festzelt zeigte die Jugendblaskapelle der Haager Realschule ihr Können. Sie hatte mit Lehrern und Eltern ihre eigenen Fans mitgebracht.

Bürgermeisterin:
„Voller Erfolg“

„Das Herbstfest 2025 war ein voller Erfolg“, so Bürgermeisterin Sissi Schätz. Bei zumeist ruhigem und freundlichem Herbstwetter habe es noch viele schöne, sonnige Stunden gegeben, in denen man noch draußen sitzen konnte. Sie beruhige es immer, wenn der Einzug und der Erntedankzug ohne Zwischenfälle verlaufen seien. „Voll des Lobes“ seien die Nachbarbürgermeister gewesen. Für die „älteren Haagerinnen und Haager“ habe sich zum Seniorentag manch netter Ratsch ergeben.

Auch Herbstfestchef Manuel Scheyerl zeigte sich zufrieden: „Wenn das Wetter und die Stimmung passen, dann passt alles.“ „Beliebt wie immer“ sei der Babyflug Heppenheimer gewesen, berichten die Betreiber. Die Stammkunden lobten Angelika Kollmann von der Ballwurfbude dafür, dass sie die Preise nicht erhöht hatte. „Auffallend gut“ sei das Fest gewesen, kommentierte Judith Ott vom Hulahoop. Autoscooterchef Robert Thalkofer stellte fest: „Die Leute freuen sich immer. Das sind wir in Haag so gewohnt.“

Weitgereiste Gäste hatte die Brauerei Unertl am Stammtisch: aus Berlin den Inhaber der „Stammtisch-Kneipe“, der im hohen Norden bayerisches Bier vertreibt, aus Frankfurt, aus dem Ötztal und dem Salzburger Land. Nicolas Lemke von der Security hatte keinen einzigen Zwischenfall zu melden. Für Bedienung Elisabeth Spindler ging sich das neue Konzept der Bar im Zelt auf: „Man sieht die Leute und wird gesehen.“

Die beiden Festzelte und der Weinstadel waren die meisten Tage ausgebucht. Herbert Zeilinger stellte fest, dass sich der ursprüngliche Gedanke eines „Festes von Haagern für Haager“ auf eine weite Umgebung ausgedehnt habe. „Richtig Lob“ habe er von seinen Gästen bekommen. Dazu gehöre, dass alles von Küche über Schenke und Service laufe „wie ein Uhrwerk“. Eine neue Lösung hatte sich Petra Bauer-Würdinger mit dem beheizten Stehausschank im Freien einfallen lassen, der gut angenommen wurde. Das neu dekorierte Bräustüberl-Festzelt, in dem die Chefs Simon Felber und Dominik Wright persönlich in der Küche standen, erlebte eine gelungene Premiere.

Fünf Brauereien
beteiligt

Brauereichef Lois Unertl fand wiederholt die „treuesten Gäste“ auf dem Weißbierkarussell. Ein Unikat sei das Haager Herbstfest, weil hier „fünf Brauereien friedlich nebeneinander“ wirtschaften würden. Seniorchef Alois Unertl hörte ebenfalls nur zufriedene Stellungnahmen. Festwirt Dominik Wright bewegte die Tatsache, dass die Gäste auf viele Programmpunkte begeistert reagiert hätten, so zum Beispiel auch auf die Auftritte der Trachtentänzer und der Goaßlschnoiza.

Für die Gäste sprach TSV-Chef Wolfgang Schwarzenbauer von einer „Superorganisation“, Schauspieler Christian Swoboda zeigte sich davon beeindruckt, dass so viele Gäste aus dem weiten Umland gekommen waren, Franz Mayr würdigte das „erfreuliche Programm“ für die Jugend. Herbstfestinitiator Bernd Furch sieht die von ihm ins Leben gerufene Institution „wieder im Aufwind“: „Es ist spürbar, dass es die Leute als ihr Fest ansehen.“

„Ein herrliches Fest“, kommentierte vor dem Finale der erkrankte Festvereinschef Wolfgang Heindl vom Krankenbett aus.

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