Um die Belange von Senioren kümmern

von Redaktion

Frauen-Union Chiemgau Nord besucht Quartiersmanagement der Verwaltungsgemeinschaft Obing

Obing – Unter dem Motto „Information-Austausch-Kooperation“ war unlängst die Frauen-Union Chiemgau Nord zu Gast im Quartiersmanagement der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Obing, wo ihnen Susanne Butkewitz in einem sehr anschaulichen Vortrag ihre Arbeit und den Umfang der Stelle vorstellte. Das Angebot reicht von Filmnachmittagen für Senioren über gemeinsames Grillen, Yoga im Sitzen, Rollator-Training, „Letzte-Hilfe-Kurs“, den monatlichen gemeinsamen Kochabenden für Trauernde bis hin zu Deutsch- und Geburtsvorbereitungskursen. Die Veranstaltungen waren durchgehend sehr gut besucht. In der Zeit von Januar bis Juli fanden 42 Veranstaltungen statt, der Terminplan für 2025 ist noch nicht zu Ende. Anfang Dezember steht ein Vortrag der Polizei zum Thema Trickbetrug auf der Terminliste. Wie Butkewitz berichtet, gehört es auch zu ihren Tätigkeiten sich in Einzelterminen um die Belange von Senioren und ihrer Angehörigen zu kümmern. Ein weiterer Ausbau des Seniorenhelfer-Kreises liegt ihr sehr am Herzen. Gerade mit der steigenden Zahl der über 65-Jährigen in der VG Obing, die sich nach der Statistik des Bayerischen Landesamtes bis 2033 auf etwa 26 Prozent der Einwohner bewegen wird. Der rasant wachsende Anteil an hochbetagten Bürgern stellt die Gesellschaft und die Kommunen vor viele Herausforderungen. Dazu kommt der Fachkräftemangel in den Krankenhäusern und im Pflegebereich. Immer mehr Frauen stehen im Erwerbsleben und die Kassen im Bundeshaushalt, die Pflege- und Rentenkassen sind angespannt. Um auch weiterhin die Lebensqualität im Alter zu erhalten, müssen jetzt die Weichen gestellt werden, so die Quartiersmanagerin. Ein weiterer Strukturaufbau der Seniorenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft Obing und Maßnahmen zur Erweiterung und Vertiefung von beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten des entsprechenden Personals in der VG wären in ihren Augen empfehlenswert. Ebenso der Ausbau des Seniorenhelferkreises und der Aufbau einer demenzsensiblen Kommune. Für Butkewitz wäre unter anderem der Aufbau von Mehrgenerationenhäuser und Senioren-Wohngemeinschaften wünschenswert, um es Senioren zu ermöglichen, so lange wie möglich im vertrauten Umfeld selbstbestimmt älter werden zu können.

Die Zuhörer zeigten sich sehr beeindruckt von Susanne Butkewitz vielfältigen Aufgaben und ihrem großen Engagement. Caro Beutlrock, die Vorsitzende der FU Chiemgau Nord, erkundigte sich, ob es von Butkewitz Wünsche und Vorstellungen gäbe, wie die Frauen-Union, die ja im nördlichen Landkreis Traunstein unter anderem über die Gemeinden Obing, Pittenhart und Kienberg, weit verstreut ist, ihre Hilfe und Unterstützung anbieten könne. Mit mehr ehrenamtlichen Helfern, der Kostenübernahme für die Ausbildung, einem höheren Budget und dem aktiven Bewusstsein der Bedeutung dieser Stelle könnten weiterhin Blicke in eine positive Zukunft gerichtet werden, so Susanne Butkewitz. emk

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