Wasserburg – Es hat eine Weile gedauert, drei Jahre, bis die Geschäftsführung des Gewandhauses Gruber auf behördliche Anordnung den Schriftzug auf der Innseite des Bekleidungsgeschäfts geändert hat, aber immerhin ist es vor wenigen Tagen geschehen. Einigermaßen dezent erscheint nun auf der Gebäudeseite zum Fluss der neue Schriftzug „Gewandhaus Gruber“.
Zuerst waren diese Worte auf der Hauswand mit großer weißer Schrift aufgebracht worden. Im Stadtrat hatte es deshalb Ärger für den Bauherrn gegeben.
Ärger um nicht
genehmigte Gestaltung
Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann sagte, für diese Farben gebe es keine Freigabe. Die Thematik wurde an das zuständige Landratsamt, die Untere Denkmalschutzbehörde, weitergegeben. „Die realisierte, nicht freigegebene Farbfassung des mittleren Gebäudes“ entspreche nicht der Gestaltungssatzung und sei „nicht gemäß der Auflage im Erlaubnisbescheid mit den Denkmalbehörden abgestimmt worden“, hieß es aus dem Landratsamt Rosenheim.
Es folgten Besprechungen, Vor-Ort-Termine und Bemühungen um eine Kompromisslösung, die allen Beteiligten entgegenkommt: Stadt, Denkmalschützern, Genehmigungsbehörden und Bauherrn.
Ist jetzt also alles in Butter? Das neue Erscheinungsbild sei das Ergebnis der Verhandlungen, „die wir mit der Stadt und dem Landratsamt geführt haben“, teilte der Geschäftsführer des Geschäfts, Leopold Gruber, auf Anfrage der Wasserburger Zeitung und wasserburg24.de mit. „Ich akzeptiere die Lösung, so wie sie ist“, sagte er nach einigem Zögern.
Stadtbaumeisterin
sieht weiteren Verbesserungsbedarf
Die Stadtbaumeisterin sieht allerdings noch Nachbesserungsbedarf. „Es gab viele Gespräche in den vergangenen drei Jahren“, sagte Herrmann. Die Werbeschrift sei jetzt zwar unauffällig, auch der mittlere Teil des Gebäudes in kräftigem Rot sei „in Ordnung“, genauso der linke, aber die stufige Giebelfläche rechts neben dem hellgrün gestrichenen Haus sei noch nicht wie im Kompromiss vorgesehen gestrichen worden. Wann das geschehe, sei ihr nicht bekannt.