Die Klassen 3a und 3b der Grundschule Reitmehring haben gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Stephanie Berninger und Martina Holderied-Demmel das gesamte Schuljahr über – bei jedem Wetter – den schuleigenen Acker bewirtschaftet. Das Grundstück wurde der Schule vor zwei Jahren großzügigerweise vom Stadtrat Sepp Baumann kostenlos zur Verfügung gestellt. Unter der fachkundigen Anleitung von Hanni Schmid arbeiteten die Kinder einmal wöchentlich auf dem Acker. Auch ihre Familie brachte sich tatkräftig ein. So konnten die Schülerinnen und Schüler miterleben, wie aus einem kleinen Samen oder Pflänzchen durch Geduld, Pflege und Teamarbeit erntereifes Gemüse entstand. Bemerkenswert war das Engagement vieler Eltern und Kinder auch in den Sommerferien: Zahlreiche Freiwillige übernahmen zuverlässig den Gießdienst – selbst in den heißen Wochen. Zu Beginn des neuen Schuljahres 2025 war die Freude über die reiche Ernte groß. Geerntet wurden unter anderem zehn Kürbisse, Kartoffeln, Stangenbohnen, Tomaten, Gurken, Karotten, Paprika, Mais, Radieschen, Zwiebeln, Rote Bete sowie verschiedene Kräuter. Auch die Erdbeer- und Brombeerernte im Frühjahr konnte sich sehen lassen. Die Grundschule Reitmehring zeigt sich begeistert von dieser gelebten Form der „Schule fürs Leben“ direkt vor der eigenen Haustür. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen dabei nicht nur Wissen über den Gemüseanbau, sondern auch wertvolle Erfahrungen im sozialen Miteinander und im verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Ein besonderer Dank gilt der Familie Schmid, ohne deren unermüdlichen Einsatz und aufwendige Vorbereitung dieses Projekt in diesem Umfang nicht möglich wäre. Ebenso bedankt sich die Schule herzlich beim Gartenbauverein Reitmehring für die Organisation und großzügige finanzielle Unterstützung. Solche Projekte machen Schule – und zeigen, wie Bildung mit Herz und Bodenhaftung aussehen kann.
Fotos gartenbauverein