Eiselfing – Die Zusammenschlüsse zu kommunalen Zweckverbänden sind eine durchaus übliche Vorgehensweise zur Entlastung und Absicherung bei Projektentscheidungen in Gemeinden, Städten oder Landkreisen. Die Angebotsinhalte sind dabei recht vielfältig. Einmal geht es um Öko-Gemeinden, dann wieder um Wasser, Strom oder überhaupt den gesamten Bereich der Infrastruktur.
In der Oktober-Sitzung des Gemeinderates Eiselfing stellte sich nun der „Planungsverband (PV) Äußerer Wirtschaftsraum München“ vor. Dessen Geschäftsführer Marc Wißmann warb um die Mitgliedschaft der Gemeinde Eiselfing.
Unterstützung bei
Planungen in Baufragen
Der PV ist ein freiwilliger Zusammenschluss von gut 160 Kommunen, Landkreisen und der Landeshauptstadt München. „Unser Zweckverband hat die Aufgabe, die Tätigkeiten seiner Mitgliedskommunen auf dem Gebiet der Planungen in allen Baufragen zu erleichtern, zu verbessern, aufeinander abzustimmen und somit zu beschleunigen“, erklärte Marc Wißmann zur Einführung in seinem Kurzreferat. Dabei biete das Angebot für die Mitglieder nicht nur Beratung an, sondern auch die Verfahrensabwicklung. „Wir bieten die komplette Entlastung, besonders für Gemeinden, die – aus welchen Gründen auch immer – zu wenig Fachkompetenz in den Rathausverwaltungen haben“, sagte er.
Der geschäftsleitende Rathauschef, Laurentius Fischer, verwies auf die Erfahrung und die Verbindungen zu nachweislich kompetenten Büros durch den PV. „Aus der Sicht der Verwaltung wäre das eine gute Unterstützung, unsere Planungen voranzubringen. Eine Mitgliedschaft der Gemeinde Eiselfing wäre deshalb die beste Lösung. Zumal die Kosten der Mitgliedschaft mit 46 Cent je Einwohner überschaubar sind und diese jederzeit jährlich kündbar ist“, sagte er.
Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) verwies auf die hohe Beratungskompetenz des PV. Diese Dienste sind zwar bei Inanspruchnahme nach den Aussagen von Marc Wißmann als zusätzliche Kosten zu bezahlen, „bieten aber in manchen Fragen und Projekten Wissen und aktive Begleitung durch speziell geschultes Personal an, wie wir es im Rathaus beispielsweise bei der Wohnraumbedarfsfrage nicht haben“, fügte der Bürgermeister noch an.
Für Georg Lichtmannegger (UWE) sollte die Kostenfrage jedoch sowieso nicht im Vordergrund stehen, „wenn der zu erzielende Kostenvorteil ein Plus für die Gemeinde ist“, wie er sagte.
Josef Wagner (UWE) erinnerte an die Beratung durch den Kommunalen Zweckverband. „Der bietet seine Dienste aber eher im Sachbereich an, also wenn in ein neues Feuerwehrauto investiert werden muss. Der PV hat seine breit gefächerten Angebote ausschließlich im Bereich der vielfältigen Planungsleistungen“, sagte Laurentius Fischer dazu.
Aufnahmeantrag bis
31. Oktober notwendig
Rupert Reininger (UWE) stellte noch die Frage an den Geschäftsführer des PV, wie die Erfahrungen „in urbanen Regionen wie Eiselfing eigentlich sind“. Wißmann wollte die Beurteilung der Urbanität Eiselfings aber offener verstanden wissen. „Durch die Nähe zur Stadt Wasserburg und zu den verschiedenen Verkehrsverbindungen“, wie er sagte.
Bis zum 31. Oktober hat die Gemeinde Eiselfing nun noch Zeit, den Aufnahmeantrag abzugeben, um dann ab dem 1. Januar 2026 Mitglied zu sein. Dafür gab es im Gemeinderat ein einstimmiges Votum. „Zusätzlich verschaffen wir uns noch einen Überblick im Vergleich zu anderen Verbänden“, sagte Georg Reinthaler noch zum Abschluss der Beratungen und der Beschlussfassung.