von Redaktion

Rechtmehringer Kindergarten feiert Geburtstag mit Festakt – Vortrag über Papst-Enzyklika

Rechtmehring – Seit zehn Jahren gibt es den „Grünen Gruppenraum“ als Außenstelle des Rechtmehringer Kindergartens. Das Jubiläum wurde mit einem besonderen Festakt begangen.

Ist es Zufall oder nicht? Vor zehn Jahren brachte Papst Franziskus die Enzyklika „Laudato si“ heraus. Und genauso lange gibt es den „Grünen Gruppenraum“ in Rechtmehring. Was verbindet diese beiden Einrichtungen?

Viele Parallelen
festgestellt

Bei der Begrüßung stellte Leiterin Veronika Fluhrer viele Parallelen fest. Es ist das gemeinsame Haus, was im Kinderhaus die Einrichtung mit Kindergarten, Kinderkrippe und „Grünem Gruppenraum“ ausmacht. Und es ist andererseits das gemeinsame Haus, was Papst Franziskus mit der gesamten Erde meint, die bedroht ist von vielerlei Gefahren, vor allem von Klimawandel und Artenschwund. Beides biete einen Rahmen, in dem es sich lohnt, hinein zu investieren und die gute und große gemeinsame Sache voranzubringen.

Und beides ist irgendwie aus einer schwierigen Situation entstanden. Das Kinderhaus benötigte Platz wegen der zunehmenden Anzahl an Kindern und die Erde befand sich und befindet sich immer noch in einer schwierigen Situation. Verwaltungsleiterin Sabine Materna bedankte sich im Namen des Trägervertreters mit einem Blumenstrauß für die langjährige hervorragende Leitung des Kinderhauses.

Auch oft als „Waldkindergarten“ bezeichnet, bietet der „Grüne Gruppenraum“ täglich etwa 20 Kindern die Möglichkeit, zu dem etwa einen Kilometer entfernten Platz mit bauwagenähnlichem Unterstand zu marschieren.

„Erde, Stöcke und Steine“, mehr braucht ein Kind wohl nicht. Pfarrer Pavel Idkowiak als Vorsitzender des Trägers der Einrichtung, dem Kita-Verbund Haag, bezog sich in seinem Grußwort ebenfalls auf das Hoffnungszeichen von Papst Franziskus.

Einen lebhaften Eindruck gab der gezeigte Kurzfilm über die Kinder im „Grünen Gruppenraum“. Hauptreferentin des Nachmittages war Dr. Gabriela Grunden (Leitung der Abteilung Spiritualität im Erzbistum München-Freising), die in ihrem Festvortrag die Papst-Enzyklika sehr anschaulich auszugsweise erläuterte.

Neben vielen Denkansätzen und Denkanstößen fiel den interessierten Zuhörern die Frage nach „Schuld beziehungsweise Ursache“ des Klimawandels besonders auf. Ist es die Politik, die Wirtschaft, die Finanzwelt oder der Verbraucher? Die Enzyklika übt Kritik an der Rettung der Banken im Gegensatz zur Nicht-Rettung der Armen. Bevor es zum Stehempfang ging, stellte die stellvertretende Kinderhausleiterin Marlene Gründl die überarbeitete Konzeption vor, in dieser sind der „Grüne Gruppenraum“ und die Inklusion wesentliche Teile davon.

Am Samstag vor dem Festakt versammelten sich über 100 Kinder, Eltern, Großeltern und Jugendliche aus der ersten Waldgruppe vor zehn Jahren und haben zusammen gefeiert. Diakon Andreas Klein gestaltete den Wortgottesdienst zum Thema Schöpfung.

Alle kamen mit dem
Rad oder zu Fuß

Passend zu „Laudato si“ kamen alle mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Zudem wurde Elisabeth Reiling geehrt, die seit zehn Jahren jeden Arbeitstag im „Grünen Gruppenraum“ verbringt.

„Grüner Gruppenraum“ wird zehn Jahre alt

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