Unterreit – In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat Unterreit mit einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Ortsteil Gmein beschäftigt. In Nebengebäuden betreiben die Eheleute auf ihrem Grundstück einen Naturkosthandel. Das Problem: Das Grundstück befindet sich im Außenbereich, was eine Baugenehmigung auf Basis der bestehenden Rechtslage unmöglich gemacht hätte.
Neue Satzung für
den Ortsteil Gmein
Schon in früheren Sitzungen hatte der Gemeinderat die Problematik diskutiert und war nach eingehender Würdigung der lokalen Gegebenheiten zu dem Ergebnis gekommen, dass man den Eheleuten durchaus entgegenkommen könnte. Bei Einhaltung entsprechender Auflagen könnten sie ihr Vorhaben auf dem Gelände umsetzen. Die kleine Ansiedlung sei nicht mehr überwiegend landwirtschaftlich geprägt, es gebe aber neben Wohnhäusern auch einige Nebengebäude, zum Teil von ehemaligen Hofstellen. Um eine sinnvolle Nutzung, die Errichtung von Ersatzbauten oder Wohngebäuden und den Betrieb kleiner, nicht störender Gewerbe in dem klar abgegrenzten Bereich zu ermöglichen, beschloss der Gemeinderat daher die Aufstellung einer Außenbereichssatzung. Dafür wurde ein Ingenieurbüro beauftragt.
Gemeinderat stimmt
zu – unter Auflagen
Die Satzung lag nun dem Gremium vor und wurde von einem Vertreter des Planungsbüros vorgestellt. Der Gemeinderat konnte die recht umfassenden Regelungen nachvollziehen und nahm die Satzung schließlich einstimmig an, allerdings mit der zusätzlichen Auflage, dass es bei einem Gewerbebetrieb in der jetzigen Form bleiben müsse. Damit soll verhindert werden, dass in dem Ortsteil unter Umständen einmal ein emissionsintensiverer Betrieb eingerichtet werden könnte. Zudem muss eine Versickerungsanlage auf dem eigenen Grundstück errichtet werden, da es vor Ort noch keine Kanalisation gibt.
Die neue Außenbereichssatzung und ihre Begründung können nun öffentlich gemacht und im Rathaus ausgelegt werden, sodass die Möglichkeit besteht, dazu Stellung zu nehmen.
Außerdem diskutierte der Gemeinderat in der Oktobersitzung über die Kommunalwahlen, die am 8. März stattfinden werden. Für Wahlhelfer wird es ein „Erfrischungsgeld“ von 80 Euro für den eigentlichen Wahltag geben. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, gebe es noch mal 30 Euro. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Termine für die Aufstellungsversammlungen im November unbedingt der Gemeinde rechtzeitig vor Drucklegung des Infoblattes und auch der lokalen Presse bekannt gegeben werden sollen.
Spielplatz wird erst im
Frühjahr freigegeben
In der Sitzung bekannt geben wurde zudem, dass der Spielplatz in Unterreit fertiggestellt und derjenige in Erharting im Bau ist. Eine Freigabe soll aber erst im Frühjahr erfolgen, damit der Rasen anwachsen kann.
Der Bauantrag für den Bolzplatz Stadl wurde beim Landratsamt eingereicht. Mit großem Interesse werden sicherlich viele auf das Ergebnis eines Gesprächs der Gemeinden Unterreit und Soyen mit der Südostbayernbahn am 28. Oktober wegen einer möglichen Öffnung der Königswarter Brücke für Fußgänger und Radfahrer warten.