Eiselfing – Im Zusammenhang mit dem Konzept, die Photovoltaikmöglichkeiten auf den gemeindlichen Liegenschaften prüfen zu lassen, haben sich die Verantwortlichen im Rathaus Eiselfing entschlossen, für die Durchführung des Projektes unterstützende Partner zu suchen. Diese sollen ihre weitreichenden Fachkompetenzen zur Verfügung stellen, da dieses im Rathaus über die Personalkosten und dem damit verbundenen Personalvorhalt nur bedingt zu leisten ist. Deshalb hatte man zur jüngsten Gemeinderatssitzung Ingenieur Michael Perkmann, den geschäftsführenden Vorsitzenden des Regionalwerks Chiemgau-Rupertiwinkel eingeladen.
Das Regionalwerk ist ein Zusammenschluss von über 30 Gemeinden und Städten in den vier Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim. Ziel des Verbunds ist es, die Energieversorgung wieder ein Stück in die eigene Hand der Kommunen zu legen, damit dort auch die Wertschöpfung zur Verfügung steht.
Zum Angebot des Regionalwerks – einer Gesellschaft für kommunale Umweltdienste mbH (gKU) mit Sitz in Kirchanschöring – gehört insbesondere die Deckung des Energiebedarfes der Eigentümerkommunen, also der Mitgliedsgemeinden. „Dort vor Ort soll die Energiewende gestaltet und vorangetrieben werden. Je nachdem welche Energiequelle die Gemeinden aufbringen können“, erklärte Michael Perkmann bei der Sitzung. Die Energie soll dann sowohl die Bürgerschaft wie auch die Betriebe versorgen. Als Grundlage ihres Geschäftsbetriebes hat die Gesellschaft ein virtuelles Kraftwerk installiert. Zudem wird mit umfangreichen Dienstleistungen die Beratung, Planung und unterstützende Durchführungsbegleitung angeboten.
Johann Herzog (CSU) wollte wissen, inwieweit die Beteiligung von Biogas als Energieträger angedacht ist. Hierzu sagte Michael Perkmann, dass das Regionalwerk dies bisher noch nicht direkt im Programm habe, man sich aber mit der technischen Infrastruktur bei Bedarf gerne beschäftigen werde.
Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat dem Beitritt zum Regionalwerk „zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ zu. Dagegen war Martin Latein (UWE). „Als erstes Projekt kann die Gemeinde als zukünftiges Mitglied des Regionalwerks Chiemgau-Rupertiwinkel die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung für das Photovoltaik-Konzept der gemeindeeigenen Dächer prüfen lassen“, sagte der Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne).
Michael Perkmann bestätigte das: Schon mit dem Beitrittsbeschluss des Gemeinderates stehe der Gemeinde bei dem Projekt die Begleitung als Angebotsleistung zur Verfügung.bua