Großes Branchentreffen rund um das Kraftfahrzeuggewerbe

von Redaktion

Landesverbandstag in Bad Aibling – Trends und Vernetzung stehen im Mittelpunkt

Bad Aibling – Zahlreiche Vertreter des Bayerischen Karosserie- und Fahrzeugbauhandwerks sowie hunderte Gäste versammeln sich am heutigen Freitag und morgigen Samstag zum Landesverbandstag in Bad Aibling. Laut dem Bayerischen Verband, dem zweitgrößten Landesinnungsverband (LIV) für Karosserie- und Fahrzeugbauer in Deutschland, ist die Kurstadt in diesem Jahr der „Branchentreffpunkt für alle, die die Zukunft des Karosserie- und Fahrzeugbaus mitgestalten wollen“. Nach Angaben des LIV treffen sich  400 bis 500 Unternehmer der Branche aus Bayern und ganz Deutschland, um Trends sich zu vernetzen und Ideen für die betriebliche Praxis mitzunehmen. Veranstaltungsort ist heuer der von Inhaber Christian Kucz geführte Aiblinger Betrieb „FabriCar“ im Gewerbepark Markfeld 4a.

„Es ist definitiv eine Ehre für uns, den Landesinnungsverbandstag in unserem Hause ausrichten zu dürfen“, erklärt Luisa Artl, Assistenz der Geschäftsleitung, gegenüber dem OVB. Hierfür werde nicht jede beliebige Firma ausgewählt und es sei auch eine Anerkennung dafür, „dass wir den Mut bezüglich der Energiewende haben“. Dabei spricht sie die unabhängige Energieversorgung an, die sich der Betrieb vor einigen Jahren durch einen Erweiterungsbau sowie Modernisierungsmaßnahmen auf die Fahnen geschrieben hatte.

Inhaber und Handwerksmeister Kucz entschloss sich Mitte 2022, als die Energieversorgung und deren Preise starken Schwankungen unterworfen waren, die Vision einer „autarken Energieversorgung“ für den Betrieb umzusetzen. Mittlerweile freut man sich am dortigen Standort über ein CO2-neutrales Reparaturzentrum.

Auch mit diesen Themen wolle man sich nun beim Verbandstag zeigen.

Laut Artl werden darüber hinaus rund 40 Aussteller ihre neuesten Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus dem Karosserie- und Fahrzeugbau präsentieren. Begleitet wird die Ausstellung von Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen, die sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität befassen. Zahlreiche Unternehmen geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, während andere Vertreter aus der Praxis berichten. Doch wie geht es der Branche eigentlich allgemein?

Artl betont, dass man nicht der kriselnden Auto-Industrie angehöre, sondern zum „Kraftfahrzeuggewerbe – instandhaltendes Gewerbe“ zähle. „Da sich natürlich jederzeit Unfälle an Autos ereignen können und sich auch die Wartung der Autos, etwa Inspektionen, nicht vermeiden lässt, kümmern wir uns jederzeit darum, Vermögenswerte zu erhalten – wir sorgen für die Mobilitätssicherung.“

Aufgrund der sich schnell verändernden Themen wie neue Werkstoffe, technische und wirtschaftliche Herausforderungen, wolle man der eigenen Rolle gerecht werden. Dafür seien beispielsweise ständige Fortbildungen der Mitarbeiter vonnöten. Der Aiblinger Betrieb „FabriCar“ selbst könne aufgrund der guten Aufstellung in den Bereichen Karosserie, Lackierung und Mechanik durchaus positiv in die Zukunft sehen. Weitere Informationen zum Landesinnungsverband des Bayerischen Karosserie- und Fahrzeugbauhandwerks (LIV Bayern) sowie zum Landesverbandstag (LVT) in Bad Aibling finden sich im Internet unter www.kfb-bayern.de. Nicolas Bettinger

Artikel 4 von 11