Obing – In der Bürgerversammlung hat Bürgermeister Josef Huber die Zuhörer unter anderem über die Umbauarbeiten und Neugestaltung des Friedhofes informiert. Der Obinger Gemeindefriedhof ist größtenteils für Familiengräber ausgelegt. Inzwischen habe sich die Situation der Begräbnisformen sehr stark gewandelt, ein großer Teil sind Urnenbestattungen und der Bereich der Urnengräber neigt sich dem Ende. Deshalb wurde das Thema aufgegriffen und der Gemeinderat hat sich über künftige Bestattungsformen informiert.
Im Juni 2024 wurden dem Gemeinderat mehrere Konzepte für eine Neu- und Umgestaltung mit verschiedenen Bestattungsbereichen vorgestellt. Im Gemeindefriedhof besteht seit Beginn die Möglichkeit der Urnenbestattungen im Ruhehain, was bei der Eröffnung damals sehr innovativ war und sehr gut angenommen wurde.
Der Gemeinde stellt sich aber immer die Thematik, was laut Satzung nicht möglich ist, dass Grabschmuck in Form von Lichtern und Blumen abgestellt wird. Auch sind viele Menschen mittlerweile der Ansicht, dass sie ihrer Familie nach dem Tod nicht zur Last fallen wollen und entscheiden sich für ein fast anonymes Begräbnis.
Im Obinger Gemeindefriedhof sind Flächen für Urnenbestattungen geschaffen worden, die den Wünschen der Bürger entsprechen und zugleich eine moderne, zeitgemäße Friedhofsgestaltung darstellen, in der Platz für Trauer und zum Verweilen in einer parkähnlichen Anlage gegeben ist. Urnengräber in Form eines Rosengartens, eines Steingartens, oder in Form der Baumbestattung mit Namenstelen wurden geschaffen. Auch in den Beetbereichen ist ein Namenschild für die Bestatteten vorgesehen. Ein besonderer Bereich ist für die sogenannten Sternenkinder vorgesehen. Bunte Schmetterlinge auf Stäben sollen an die verstorbenen Kinder, die oft auch als Schmetterlingskinder bezeichnet werden, erinnern.
Der angrenzende Pavillon mit den Sitzgelegenheiten soll zum Verweilen und Ausruhen einladen und an den Schiefertafeln können Gedanken in Buchstaben oder Bilder gefasst werden und so an die Verstorbenen erinnern. Bis Allerheiligen sollen alle Neugestaltungsarbeiten erledigt sein, so Bürgermeister Huber.