nachruf

von Redaktion

Maitenbeth – Begleitet von den ergreifenden Stimmen von Paula und Linda aus Wasserburg und den bewegenden Orgelklängen von Charly Miller zelebrierte Pfarrer Pawel Idkowiak den Trauergottesdienst für Paul Djermester, der im Alter von 62 Jahren verstorben war.

Paul Djermester wurde am 8. Juli 1963 als drittes Kind von Hans und Anna Djermester geboren und ist zusammen mit seinen Geschwistern Hans, Waldtraud und Günther in der heutigen Hauser Straße in Maitenbeth aufgewachsen, ein Ort, dem er sein ganzes Leben lang treu geblieben ist.

Nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule in Maitenbeth wechselte er auf die Realschule nach Wasserburg.

1979 begann er eine Lehre als Nachrichtengerätemechaniker und Funkelektroniker bei der Firma Rohde & Schwarz in München.

Nach dem Bundeswehrdienst in Lenggries arbeitete er zwei Jahre bei Siemens und schloss anschließend mit Auszeichnung eine Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker ab. 1988 kehrte er zurück zu Rohde & Schwarz, wo er bis zuletzt als geschätztes Mitglied des Konstruktionsteams tätig war.

Schon früh entdeckte er seine Begeisterung für den Fußball. Beim FC Maitenbeth durchlief er alle Jugendmannschaften und spielte später viele Jahre in der Ersten Mannschaft.

Auch nach seiner aktiven Spielerzeit blieb er dem FC Maitenbeth treu verbunden und übernahm Ende der 1990er-Jahre das Training der ersten Mannschaft und engagierte sich später in der Jugendarbeit als Trainer – stets mit großem Herzblut und Verantwortungsbewusstsein.

Eine weitere, große Leidenschaft von ihm war das Reisen. Gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin Gerlinde erkundete Paul die Welt: Amerika, Australien, Afrika und viele Länder Europas zählten zu seinen Reisezielen. Die Neugier auf andere Kulturen und seine Offenheit für Neues prägten ihn nachhaltig.

In der Familie war Paul für sein freundliches, ruhiges Wesen und seine Hilfsbereitschaft sehr geschätzt. Als dreifacher Taufpate war er ein verlässlicher Begleiter im Leben der Kinder – seine Zuneigung zu ihnen war stets spürbar.

Paul lebte Werte wie Beständigkeit, Treue und Zuverlässigkeit im Privaten wie im Beruflichen. Er blieb seinem Heimatverein, seinem Wohnort und seinem Arbeitgeber über Jahrzehnte hinweg verbunden und hinterließ dort große Spuren.

Nach schwerer Krankheit ist er am 10. Oktober viel zu früh verstorben.rl

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