Obings Schulden sinken stetig

von Redaktion

Bürgermeister Josef Huber informiert bei Bürgerversammlung über Haushaltslage

Obing – Die Bürgerversammlung in Obing hat großes Interesse bei den Bürgern geweckt. Wie Bürgermeister Josef Huber zu Beginn der Veranstaltung betonte, sei es „schon lange nicht mehr der Fall gewesen, dass so viele Leute Interesse an der Bürgerversammlung und an der Gemeindepolitik haben“. Huber begrüßte die zahlreichen Besucher im Saal beim Oberwirt und stellte gleich zu Beginn die Frage, wer gerne in Obing lebe oder ob es Verbesserungsbedarf gebe. Ein Punkt, bei dem laut Huber definitiv Handlungsbedarf bestehe, sei das Parkdeck, das sich in einem sehr schlechten Zustand befinde.

Einwohnerzahl
wächst stetig

Es liege derzeit brach, weitere Investitionen würden sich nicht mehr rentieren, erklärte der Bürgermeister.

Die Einwohnerentwicklung in Obing zeigt weiterhin einen positiven Trend. Zum Jahresende zählte die Gemeinde 4772 Einwohner, von denen 4580 ihren Hauptwohnsitz in Obing haben.

Das Bevölkerungsdiagramm für die Jahre 1987 bis 2024 belegt eine stetig steigende Einwohnerzahl. Im Jahr 2024 wurden 47 Geburten, 51 Sterbefälle und 27 Eheschließungen verzeichnet. Das Durchschnittsalter liegt bei 43,6 Jahren und damit ein Jahr unter dem bayerischen Durchschnitt.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr führte Bürgermeister Huber aus, dass der Gemeinderat in 15 Sitzungen insgesamt 51,3 Stunden getagt habe.

Die finanzielle Entwicklung der Gemeinde ist weiterhin positiv: Die Schulden pro Einwohner sinken seit 2020 stetig und betragen mit Abschluss des Jahres 2024 noch 46 Euro pro Kopf. Der Gesamtschuldenstand der Gemeinde liegt bei etwas über 204000 Euro. Die Gesamthaushaltssumme beträgt 14228397 Euro, davon entfallen 10165383 Euro auf den Verwaltungshaushalt und 4063014 Euro auf den Vermögenshaushalt. Die allgemeinen Rücklagen belaufen sich auf 4139298 Euro.

Im Bereich der Grundsteuer flossen bei einem Hebesatz von 350 Prozent 72998 Euro aus der Grundsteuer A und 405212 Euro aus der Grundsteuer B in die Gemeindekasse.

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 2024 um 85514 Euro unter dem Vorjahreswert, während die Einnahmen aus dem Einkommensteueranteil um etwas über 92000 Euro gegenüber 2023 gestiegen sind.

Auch die Gelder aus dem Umsatzsteueranteil haben zugenommen, während die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer und der Schlüsselzuweisung deutlich zurückgingen. Insgesamt weist die Gemeindekasse für 2024 mit 6855971 Euro rund 74000 Euro weniger als im Vorjahr aus.

Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2024 entfallen auf die Kreisumlage mit 2954802 Euro, gefolgt von Personalkostenzuschüssen für Kindertagesstätten in Höhe von 1593481 Euro und der VG-Umlage mit 1113671 Euro.

Gestiegene
Personalkosten

Die Personalkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 894655 Euro auf 947087 Euro, was pro Einwohner mit Hauptwohnsitz in Obing 206,80 Euro bedeutet – zehn Euro mehr als 2023.

Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt summieren sich auf 10123269 Euro und setzen sich aus verschiedenen Quellen wie Schulverbandsumlage, Zuweisungen, Konzessionsabgaben und Steuern zusammen. Im Vermögenshaushalt sind die Breitbandversorgung mit 1067369 Euro, der Straßenbau im Gewerbegebiet Mitterfeld mit 1257529 Euro sowie Kredittilgungen mit 563780 Euro die größten Ausgabeposten. Die Gesamtausgaben im Vermögenshaushalt betragen 3603107 Euro, was 88,68 Prozent des veranschlagten Volumens entspricht. Die Einnahmen im Vermögenshaushalt 2024 liegen bei 4025439 Euro und entsprechen etwa 99 Prozent des geplanten Volumens.

Für das kommende Jahr sind im Vermögenshaushalt 2025 unter anderem Ausgaben für die Anschaffung eines Fahrzeugs HLF 10, den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses Albertaich, den Neubau von Kindertagesstätten, Straßenbauprojekte, Hochwasserschutzmaßnahmen, Friedhofserweiterung, Photovoltaikanlagen sowie den Breitbandausbau vorgesehen.

Die geplanten Ausgaben summieren sich auf 5627100 Euro, was etwa 84 Prozent des Haushaltsvolumens von 6666900 Euro entspricht.

Dem stehen geplante Einnahmen aus Grundstücksverkäufen, Erschließungsbeiträgen, Investitionszuweisungen und Rücklagenentnahmen in Höhe von 6443400 Euro gegenüber, was 96,65 Prozent des geplanten Volumens entspricht.

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