Rund 30 Ramerberger folgten kürzlich dem Aufruf von Bürgermeister Manfred Reithmeier (im rechten Bild) zur großen Pflanzaktion. Da konnte der Wind noch so stürmen und der Regen peitschen – alle hatten sich entsprechend ausgerüstet und rückten, teils mit eigenen Spaten und Schubkarren bewaffnet, an, um eine Benjeshecke (Totholzhecke), 50 Sträucher und etliche Rosen zu pflanzen. Auch Kinder ließen es sich nicht nehmen, mitzumachen und packten kräftig mit an (links). Viel Solidarität gab es also, um einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz rund um den mehrjährigen Wildacker zu leisten, der im vergangenen Jahr als Gemeindeausgleichsfläche zwischen Sendling und Unterkatzbach angelegt worden war. Schon in der Woche vor der Pflanzaktion erstellten Helfer eine 20 Zentimeter tiefe Kiesfläche mit großen Steinen als Habitat für Reptilien. Nun war also die Benjeshecke mit eingebautem Hohlraum für Igel und Wiesel dran. Die eingeschlagenen hohen Pfosten sollen als Sitzwarte für Greifvögel dienen. Die Helfer füllten die Zwischenräume mit Totholz und riesigen Ästen (Mitte) auf. Die eingezäunte Rasenfläche bietet Vögeln daneben Schutz und Nahrung. 50 heimische Sträucher – von Wildflieder über Kornelkirsche bis Kupferfelsenbirne – erhielten eine Einzelumzäunung gegen Wildverbiss. Auch ein Schutz vor Wühlmausverbiss wurde integriert. Die Einzelumzäunung sorgt dafür, dass die Hecke durchgängig bleibt für Tiere, die Schutz und Nahrung im Wildacker suchen. Manche Helfer übten sich in der Kunst das Drahtkorbflechtens und arbeiteten den Pflanzern zu, die klumpigen Mutterboden und Kompost mit unermüdlicher Energie einschaufelten. Am Ende wurden die fleißigen Gärtner von der sich durchsetzenden Sonne belohnt, die mit ihnen um die Wette strahlte. Die Pflanzaktion soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Dann wird die Hecke um Berberitzen, Haselnuss, Holler und Pfaffenhütchen bereichert. Bisher ist knapp die Hälfte geschafft. Fotos /text kirchgraber