Sodalen sind künftig Miteigentümer der Altöttinger Basilika

von Redaktion

Feierlicher Gottesdienst zum Jahreskonvent der Marianischen Männerkongregation in der Reitmehringer Antoniuskirche

Reitmehring – In der Antoniuskirche in Reitmehring fand unlängst zum Konvent der Marianischen Männerkongregation ein feierlicher Gottesdienst statt. Diese Kongregation wurde 1599 gegründet und ist wohl eine der ältesten „Vereinigungen“ der Heimat.

Zur Zentralkongregation in Altötting gehören knapp 200 Ortsgruppen aus Ober- und Niederbayern mit insgesamt etwa 9000 Mitgliedern (Sodalen). Es ist eine Gemeinschaft von Männern, die ihren Glauben durch gemeinsame Versammlungen (Konvente), Gebetstreffen, Ausflüge und Wallfahrten stärkt. Zum diesjährigen Konvent konnte die Ortsgruppe Edling-Reitmehring die Nachbarvereine aus Attel, Rieden, Albaching und Rechtmehring begrüßen. Der Vize-Präses, Bruder Alexander aus Altötting, zelebrierte, assistiert von Diakon Georg Wimmer, die feierliche Messe, musikalisch umrahmt von Charly Miller auf der Orgel.

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich die Sodalen zur Jahresversammlung im Pfarrheim in Edling. Das Treffen begann mit einer Gedenkminute an die im abgelaufenen Jahr verstorbenen Mitglieder Martin Wagner und Roman Müller. Erfreulicherweise konnten zwei neue Sodalen gewonnen werden, somit bleibt der Mitgliederstand bei 22. Der Obmann, Josef Staudinger, berichtete über die Aktivitäten im Jahresablauf: Die Sodalen beteiligten sich (meist mit Fahne) an zahlreichen kirchlichen Ereignissen und auch bei den Jahreskonventen der oben genannten Nachbarpfarreien. Auch bei den Hauptfesten in Altötting war immer eine Abordnung aus Edling-Reitmehring dabei. Gut besucht war die Maiandacht am renovierten Feldkreuz in Viehhausen. Der von den Sodalen initiierte monatliche Friedensrosenkranz wird gut angenommen.

Bruder Alexander berichtete, dass für die große Wallfahrtsbasilika St. Anna in Altötting eine Änderung bevorsteht. 2029 läuft das Erbbaurecht aus – und dann können die Kapuziner diesen Erbbauvertrag nicht mehr verlängern. Die Kirche wurde 1912 eingeweiht und ist der größte Kirchenneubau Deutschlands des 20. Jahrhunderts. Eigentümer des Grundstückes ist die Marianische Männerkongregation Altötting. Somit fällt die Kirche auf die Sodalen zurück. Um den Unterhalt dieser päpstlichen Basilika stemmen zu können, ist die Gründung einer Stiftung geplant, was aber ein entsprechendes Stiftungsvermögen voraussetzt. Das Bistum Passau wird sich wohl daran beteiligen, aber einen beträchtlichen Teil dieses Stiftungsvermögens werden die Marianen selbst aufbringen müssen.

In Zukunft kann sich wohl jeder Sodale als „Miteigentümer“ der Altöttinger Basilika fühlen.

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