Vernetzung spielt seit Corona eine größere Rolle

von Redaktion

Pfarrgemeinderat Ramsau blickt bei Frühschoppen auf vierjährige Amtsperiode zurück

Ramsau – Zum Pfarrfrühschoppen, organisiert vom Pfarrgemeinderat, trafen sich die Pfarrangehörigen mit Pfarrer Pawel Idkowiak, und Diakon Andreas Klein im Theatersaal. Aktive und ehemalige Ministranten kümmerten sich um die Ausgabe und Verteilung der Kürbissuppe, die von Familie Köbinger gespendet wurde, sowie der Getränke. Für Kaffee und Kuchen war auch gesorgt.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Veronika Fluhrer blickte am Ende der vierjährigen Amtsperiode des Rates auf den Anfang zurück, als 2021 Corona noch sehr präsent war. Deshalb standen Fragen wie zum Beispiel „wie fangen wir wieder an, wie geht es weiter“ zunächst im Vordergrund.

Wichtig war dem Pfarrgemeinderat vor Ort, Kirche und Glauben lebendig zu gestalten, Bewährtes zu erhalten, kritisch zu hinterfragen, Neues entstehen zu lassen. Deshalb ergab eine Umfrage, dass der Vorabendgottesdienst nicht mehr stattfindet und der Sonntagsgottesdienst um 10 Uhr bleibt. Allerdings ist dies nicht immer einfach, da auch fünf andere Pfarreien die gleiche Gottesdienstzeit haben.

Besondere Kennzeichen des aktuellen Pfarrgemeinderates waren das Engagement von vielen jungen Menschen, Inklusionsgottesdienste oder der Ausschuss Feste und Feiern, der immer bereit ist, Gemeinschaft außerhalb des Gottesdienstes zu feiern wie Bergmesse dahoam mit Brotzeit, Würstl-grillen am Feuerwehrhaus oder eben Pfarrfrühschoppen oder Seniorenfrühschoppen nach dem Gottesdienst. Außerdem wurden Abendgottesdienste an manchen Sonn- und Feiertagen eingeführt. Die große Schar an Ministranten wird von Christa Torres und Veronika und Judith Riedl gut geleitet. Das Ferienquiz von Veronika Riedl für die Ministranten konnte auch beim Pfarrfrühschoppen gelöst werden. Die Firmvorbereitung wird zusammen mit jungen Erwachsenen durchgeführt, da der Zugang zu den Jugendlichen besser gelingt. Deshalb liegt die Firmquote in Ramsau noch bei 100 Prozent. Auch diese jungen Menschen feiern nicht regelmäßig die Gottesdienste mit, sie haben ein anderes Verständnis von Glauben, Gemeinschaft, Kirche sein. Aber sie sind da, wenn es darauf ankommt und man sie braucht.

Klausurtagungen und -sitzungen des Rates zum Innehalten und Reflektieren fanden darüber statt, wie die Menschen in Ramsau erreicht werden können und ob sie es wollen. Deshalb auch die Umfrage dazu, welche Strukturen wirklich erhalten werden sollen, was brauchen junge Familien der Pfarrei, brauchen sie überhaupt etwas. Fluhrer betonte den guten Geist, der immer auch mit anderen Gremien weht.

Seit Corona spielt die Vernetzung mit den anderen Pfarreien bei den „Mitnand“-Treffen eine größere Rolle. Außer den Redaktionstreffen für die Pfarrbriefe wurden gemeinsame Abende mit Andreas Batlogg sowie Claus Hipp als Podiumsgespräch durchgeführt. Fragen wie „wie kann Seelsorge gelingen, Glaube lebendig bleiben, welche Sprache braucht Gott“ beschäftigen den Pfarrgemeinderat, ohne Haupt- und Ehrenamtliche zu überlasten.

So veranstalten die Pfarrverbände am Dienstag, 24. Februar, um 19.30 Uhr einen Vortrags- und Gesprächsabend mit Schwester Christine Romanow im Pfarrheim Kirchdorf zum Thema „Heute von Gott sprechen – nicht stumm bleiben, sondern neu Worte finden.“ Diakon Andreas Klein ergänzte, dass der Erlös von 200 Euro bei der Aktion Minibrot beim Erntedank an ein rumänisches Kinderheim ging. Er verwies auf den Rundbrief von Hans Alt mit den Dankesworten von Studierenden und den Hilferufen für Spenden, die regelmäßig nach Rumänien in arme Bergregionen gebracht werden.

Für musikalische Unterhaltung sorgte die Miandoi Musi, bestehend aus Harfe und Akkordeon aus Tüssling. aw

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